Brennesseljauche: Naturdünger pur

Die Brennesseljauche, die nicht nur als biologischer Naturdünger Verwendung findet, wurde schon gerne von unseren Vorfahren angesetzt. Der Sud, der beim Ansetzen der Brennesseljauche entsteht, ist eine gute Alternative zur chemischen Keule im Einsatz gegen Pflanzenschädlinge, insbesondere Blattläuse, im Garten, auf Balkon- und Zimmerpflanzen. Und nebenbei ist dieses Naturprodukt auch noch kostenlos – Brennesseln gibt es fast überall im Überfluss. Und so stellt sich für Sie als Gartenbesitzer gar nicht erst die Frage: Wohin soll ich mit meinen Brennesseln?

Brennesseljauche ansetzen

Das Ansetzen der Brennesseljauche ist ganz einfach und unkompliziert. Sie brauchen also nicht stundenlang diverse Handbücher studieren, sondern können direkt im Anschluss mit der Herstellung der Brennesseljauche beginnen. Dazu benötigen Sie lediglich folgende Utensilien: Handschuhe (!), eine Schere oder ein Messer, die frischen Brennesseln, Wasser und einen großen BrennnesseljaucheHolzbottich oder Kunststoffeimer. Für das Ansetzen der Jauche stellen Metallgefäße keine Alternative dar, da zwischen dem Metall und der Flüssigkeit chemische Prozesse stattfinden.

Nun füllen Sie das bereitgestellte Behältnis vollständig mit den frisch geschnittenen Brennesseln. Dazu können Sie alle Teile der Pflanze, mit Ausnahme der Blüten, verwenden – neben jungen landen also auch alte Triebe im Bottich. Große Triebe oder Pflanzenteile können natürlich in eine handliche Größe geschnitten werden. Das nun mit den Brennesseln befüllte Behältnis wird nun bis oben hin mit Wasser aufgefüllt. Nach Möglichkeit verwenden Sie dazu Regenwasser aus Ihrer Regentonne. Nun bedecken Sie den Bottich mit einem Gitter oder alternativ beispielsweise Kaninchendraht. Dadurch verhindern Sie, dass Tiere in den Eimer fallen und darin ertrinken. Zusätzlich können Sie noch ein Brett oder Tuch auf das Gitter legen, damit kein Laub oder ähnliches in die Flüssigkeit fällt.

Nun besteht Ihre tägliche Aufgabe im Umrühren der Flüssigkeit. Und zwar so lange, bis diese mit der Gärung beginnt. Das Umrühren sorgt für eine ausreichende Sauerstoffzufuhr, die die Flüssigkeit für den Gärungsprozess benötigt. Sobald die Gärung einsetzt, bilden sich Schaum und Bläschen. Zusätzlich werden Sie einen etwas unangenehmen Geruch wahrnehmen. Aus diesem Grund suchen sich die meisten Gärtner den letzten Winkel im Garten, um ihre Brennesseljauche anzusetzen. Wenn Sie der Flüssigkeit Gesteinsmehl oder einige Tropfen Baldrian-Blüten-Extrakt beigeben, mildert sich der strenge Geruch. Tipp: Steht der Bottich in der Sonne, läuft der Gärungsprozess schneller ab.

Sobald sich nach etwa zwei bis drei Wochen, je nach Wetterlage, keine Bläschen mehr bilden und die Flüssigkeit sich dunkel verfärbt hat, können Sie die nun fertige Brennesseljauche als Naturdünger verwenden. Zusätzlich können Sie den Bottich auch lose mit einem Deckel oder Brett verschließen.

Sollten Sie in Ihrem Bekanntenkreis den einen oder anderen Balkonbesitzer haben, dann machen Sie ihm doch eine Freude und geben etwas von dem biologischen Dünger ab. Auch Balkonpflanzen wachsen und gedeihen hervorragend mit diesem Naturdünger.

Wie werden die Pflanzen mit dem Naturdünger Brennesseljauche gedüngt?

Große und alte Pflanzen vertragen die Brennesseljauche konzentrierter als junge Pflanzen – ein Teil Brennesseljauche wird zu zehn Teilen Wasser gegeben. Setzlinge und Jungpflanze düngt man mit einem Teil der Jauche und 20 Teilen Wasser (ein halber Liter Jauche wird in zehn Liter Wasser gegeben). Nicht nur die Pflanzen im Garten benötigen hin und wieder eine Portion Nahrung, sondern auch Rasen. Den können Sie ebenfalls mit der Brennesseljauche versorgen. Hierfür ist ein anderes Mischungsverhältnis nötig: ein Teil der Brennesseljauche auf 50 Teile Wasser gegeben. Auch wenn es sich nach sehr wenig anhört, ist die Jauche dennoch bei einem solchen Mischungsverhältnis außerordentlich effizient.

Brennesselsud gegen Pflanzenschädlinge

Gegen Pflanzenschädlinge, wie zum Beispiel Blattläuse, wird nicht die Jauche, sondern der Brennesselsud verwendet. Hierbei handelt es sich um die Flüssigkeit, die bereits 24 Stunden gestanden, aber noch nicht gegärt hat. Dazu besprühen Sie die Pflanze am besten mittels einer Sprühflasche mit dem Sud. Die Behandlung wiederholen Sie solange, bis tatsächlich kein Schädlingsbefall mehr zu entdecken ist. Falls es sich lediglich um Blattläuse handelt, können Sie auch abwarten, bis sich diese wieder aus dem Staub gemacht haben. Nicht immer hinterlassen sie ein Schlachtfeld und es lohnt sich, einfach mal entspannt im Liegestuhl zu sitzen und die Zeit für sich arbeiten zu lassen.

 

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Bild: © toxawww | istockphoto.com

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Kommentare

58 Kommentare zu ‘Brennesseljauche: Naturdünger pur

  1. Je nachdem, um welchen Boden (Lehm oder Sand) es sich handelt, kann die entsprechend verdünnte Brennnesseljauche alle ein bis zwei Wochen als Dünger verwendet werden. Beim Lehmboden würde ich alle zwei Wochen düngen, beim Sandboden unter Umständen eher wöchentlich. Die Häufigkeit hängt auch davon ab, ob es sich um Stark-, Mittel- oder Schwachzehrer handelt. Bei den Schwachzehrern wird eh weniger gedüngt. Bohnen, Erbsen und Zwiebeln werden überhaupt nicht mit Brennnesseljauche versorgt.

  2. Vielen Dank für die guten Tipps. Ich werde sie dieses Jahr ausprobieren.

    Ich habe noch Fragen zum Sud. Den Sud muss man von den restlichen Pflanzenteilen absieben nehme ich, damit der Gärungsprozess nicht anfängt. Wenn man nun den abgesiebten Sud hat, wie lange ist dieser haltbar? Und kann man den in einem Gefäss aufbewahren ohne sich darum zu kümmern? Oder muss man den beispielsweise jeden Tag trotzdem noch rühren für die Haltbarkeit?

    Und kann man die Jauche auch gegen Gras verwenden, das auf einem Kieselweg wächst?

    Vielen Dank im Voraus für Antworten.

    Liebe Grüsse
    Martin

  3. Ich würde einfach nur einen Teil der Flüssigkeit vor dem Gären abschöpfen. Aus dem Rest könnte dann die Jauche werden.
    Puh, wie lange die Flüssigkeit dann haltbar ist, kann ich gar nicht sagen. Aber ich würde sie nicht zu lange aufbewahren. Eher kleine Portionen ansetzen. Das geht ja schnell.
    Ich würde die Flüssigkeit nicht in einem geschlossenen Gefäß (z.B. Milchflasche) aufbewahren.

    Wenn das Gras auf dem Kieselweg ordentlich wachsen soll, dann ist die Jauche ein hervorragender Dünger 😉

  4. Danke, Cane.

    wie oft sollte man das Gemüse mit Sud, respektive Kaltwasserabguss wie es richtig heisst, behandeln, damit keine Läuse kommen? Ich dachte einmal pro Woche oder einmal in zwei Wochen. Wenn nun dieser Kaltwasserabguss nur kurz haltbar ist, dann muss ich jede Woche Brennesseln sammeln gehen, Woche für Woche und den Kaltwasserabguss aufs Neue herstellen. Kommt erschwerend hinzu, dass in den Blütemonaten zusätzlich noch die Blüten entfernt werden müssen. Könnte man einmal einen Kaltwasserabguss herstellen und diesen mehrere Wochen verwenden, wäre es erhebllich weniger Arbeit. Oder muss man gar nicht jede Woche das Gemüse damit behandeln? Aber wie oft wäre dann sinnvoll? Oder kann man einmal Brennesseln sammeln gehen, diese trocken aufbewahren und dann aus den getrockneten Brennesseln den Kaltwasserabguss machen oder verliert er durch das Lagern der Brennesseln an Wirkung?

    Bezüglich Jauche hörte ich schon, dass es die Pflanzen zerstört, wenn man es auf die Blätter aufträgt, deshalb könnte ich mir vorstellen, dass Gräser zerstört werden, da es ja auf die empfindlichen Blätter gelangt.

    Ich weiss, learning by doing ist immer das Beste, aber im Voraus schon informieren ist sicher eine bessere Ausgangslage.

  5. Der Ausszug soll vorbeugend zum Einsatz kommen? Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um die Pflanzen zu stärken, damit sie nicht so leicht befallen werden. Das richtige Düngen ist beispielsweise wichtig. Dann gibt es verschiedene Brühen/Jauchen (wie auch immer), die stärkend wirken (z.B. Beinwell, Ackerschachtelhalm) – die genauen Anleitungen würden hier aber den Rahmen sprengen.

    Natürlich habe ich auch mal ein paar Läuse im Garten, aber die können bei mir machen, was sie wollen. Die Marienkäfer futtern sie fleißig – und im Herbst sind sie eh von alleine wieder fort.

    Das ist natürlich eine Sache, dann die Jauche zum Verbrennen anzuwenden. Sie ist ja eigentlich ein Dünger. Und zu viel Dünger schadet der Umwelt (geht ins Grundwasser und so weiter). Von daher würde ich eher in den sauren Apfel beißen und das Gras händisch entfernten. Und wenn es möglich ist, nachträglich noch ein Vlies einbringen (http://www.mein-gartenbuch.de/unkrautvlies-verlegen/).
    Von entsprechenden Spritzmitteln rate ich ebenfalls ab, da sie halt irgendwann wieder auf unserem Teller landen…

  6. Gegen gras auf den Platten hilft Jod-Salz ganz gut. Ich streue es alle 3 Wochen dünn auf und seit dem habe ich kein unkraut mehr im hof. Außerdem kostet das auch nicht viel.

  7. Danke für die Antworten.

    Ja, vorbeugend, dachte ich mir, damit sie gar nicht erst auf die Idee kommen. Wir haben extrem viele Blattläuse. Die Salate waren voll davon bei Erntezeit und die Schnecken bedienten sich reichlich.

    Es sind halt über 150 Quadratmeter Kiesweg, die man vom Gras befreien müsste. Mein alter Nachbar machte dies stundenlang auf den Knien. Das ist die Zeit nicht Wert, vorallem, wenn es andere Mittel gäbe, die unschädlich wären. Aber die gibt es glaube ich nicht. Dann lasse ich halt Gras drüber wachsen. Oder ich nimm mir die Zeit halt doch mal, um auf den Knien alles zu entfernen.

  8. Abflammen wäre noch eine Möglichkeit gegen das Gras im Kies.

    Die Schnecken lieben Salat – hier ein interner Artikel zum Thema Schnecken: http://www.mein-gartenbuch.de/schnecken-bekaempfen/

    Extrem viele Blattläuse deuten aber auch darauf hin, dass etwas mit dem Gleichgewicht nicht stimmt – hier fehlen beispielsweise die Nützlinge, Pflegefehler liegen vor oder oder oder.
    Manchmal hilft auch einfach mal ein kräftiger Wasserstrahl. Letztes Jahr hatte ich eine Siedlung auf meinen Ringelblumen – aber auch nur an einer Stelle. Nachdem ich eine der Blumen kräftig abgestrahlt habe, kamen die Blattläuse an der Stelle nicht wieder. Man muss nur mit der Strahlstärke ein wenig aufpassen, ansonsten ist die Pflanze hinterher im wahrsten Sinne des Wortes platt. Vorbeugend hilft die richtige Pflege (beispielsweise nicht zu viel Dünger) und ein Garten, in dem auch viele Nützlinge zuhause sind.

  9. Ja, zwischen der Flüssigkeit und dem Metall findet eine chemische Reaktion statt. Ist die schädlich für die Pflanzen oder warum wird da abgeraten?

  10. Und ist die Jauche auch gut wenn man Kartoffeln düngt? Reicht dann alle zwei Wochen auf dem Kiesboden?
    Wie viel Jauche sollte man am besten auf eine Kartoffelpflanze ausbringen? Ich kenn mich mit dem Thema noch nicht so aus aber will dieses Jahr mich ein bischen informieren. Ich hätte ein metallgefäß, das genau richtig für meinen Nutzen währe und fände es schade wenn ich das nicht verwenden könnte. Man kann die Jauche als Ersatz für Kunstdünger gut nutzen oder? Zum ansetzen hätte ich auch noch eine Frage: Man nimmt auf 10l Wasser einen Kilogramm Kleingehäckselte, frische Brennesseln. Das alles gibt man in ein luftdichtes Gefäß und lässt das Ganze zwei Wochen gähren und dann das Gehackte abschütten, dann sollte man das noch verdünnen. Stimmt das so oder sollte man da was anders machen?

  11. Was genau bei der chemischen Reaktion zwischen Jauche und Metall entsteht, kann ich nicht sagen – ich bin kein Biochemiker. Es wird immer und überall davon abgeraten … meine Jauche habe ich immer in Kunststoffeimern angesetzt.

    Mehr zum Ansetzen und Düngen steht oben im Artikel. Auch in den Kommentaren finden sich verschiedene Tipps.
    Manche Hobbygärtner düngen mehr, andere weniger. Ich persönlich bin für weniger ist mehr.

  12. Gerne 🙂
    Ganz normal im entsprechenden Mengenverhältnis (s.o.) in die Gießkanne geben und dann damit gießen. Eine genaue Mengenangabe habe ich nicht – ich mache das auch nach Gefühl.

  13. Die Seite gefällt mir sehr gut..
    doch was macht man gegen Schnecken die bald wieder im Garten alles fressen was ihnen schmeckt!
    hab schon alles mögliche ausprobiert..nichts hilft..

  14. Danke, das ist ein wirklich sehr hilfreicher Artikel und ich bin auch von den Infos in den Kommentaren begeistert! Darum auch von mir noch eine konkrete Nachfrage:
    Bei uns im Hinterhof mitten in der Stadt fehlen eindeutig Nützlinge. Ich habe den Hof erst im letzten Winter (13/14) zum Garten „umgepflanzt“ (Erdbeeren, Himbeeren, Stachelbeeren, Kräuter, Salat) und hatte dann im Sommer direkt eine Menge Läuse. Ich habe jetzt Wildblumen ausgesät, außerdem zwei dünne Äste Totholz ins Beet gelegt. Meine Stachelbeere hat wie schon letztes Jahr viele Blattläuse und ich will die Himbeeren davor bewahren. Gibt es neben dem Sud noch eine andere, schnelle Möglichkeit? Marienkäfer direkt auf die Pflanze setzen? Bringt das was? Kriegt man die gar zu kaufen?

  15. Leider ist es oft der Fall, dass einfach die Nützlinge fehlen. Allerdings finden sich diese nicht „über Nacht“ ein. Da braucht es schon ein wenig Geduld (und vielleicht auch gezielte Literatur zum Thema Nützlinge im Garten). Oben unter „Weitere Artikel rund um Garten, Terrasse und Balkon“ ist ein interner Artikel zum Thema Blattlausfall verlinkt – bei einem starken Befall kann es schon mal helfen, sich von den einen oder anderen Trieb zu trennen (falls es möglich ist).
    Wirklich schnelle Hilfe bietet leider nur die Chemie… Worunter oftmals auch die Nützlinge leiden (wenn man zur chemischen Keule greifen möchte, muss man wengigstens darauf achten, dass diese bienenfreundlich ist). Die Sache mit der Chemie muss jeder für sich selber entscheiden. Ich habe da meine ganz persönliche Meinung zu.

    Marienkäferlarven kann man tatsächlich bestellen (auch online) – dazu einfach die Google-Suche benutzen.

    Alternativ kann man auch Pflanzen gezielt für die Blattläuse setzen. Blattläuse stehen auf Kapuzinerkresse, meine Ringelblumen waren im letzten Jahr partiell belagert (ich habe mal einen kräftigen Wasserstrahl benutzt – die Ringelblumen haben das gut weggesteckt und die Blattläuse kamen an der Stelle nicht wieder). Insgesamt sitze ich das aber mit den Blattläusen aus. Bisher haben die bei mir keinen nennenswerten Schaden angerichtet und im Herbst verschwinden die eh wieder ganz von alleine.

  16. Diese Jauche soll beispielsweise einen hohen Anteil an Kali und Stickstoff besitzen.
    Welche Inhaltstoffe (samt der jeweiligen Anteile) sich nun exakt in der Brennnesseljauche befinden, kann ich nicht sagen – (Bio)Chemiker haben sicherlich eine Antwort darauf.

  17. ich dünge meine Tomaten seit letztem Jahr mit Brennnesseljauche …da bekam ich mein selbstgemachtes Gewächshaus…ich hatte die Jauche in 5 und 10 l- Behälter abgefüllt, den Rest hab ich im Frühjahr dann pur auf den Boden getan. Die Jauche sah noch gut aus…

  18. Hallo! Ich habe auch mal eine Frage zur Brennesseljauche. Ich habe mir einen großen Bottich angesetzt, die Gärung ist abgeschlossen. Lasse ich das ganze jetzt so stehen und kann es das ganze Jahr verwenden? Müssen die Pflanzenteile rausgefischt werden? Oder muss ich tatsächlich fortlaufend immer neue Jauche ansetzen?
    Vielen lieben Dank für die Hilfe!
    LG Sina

  19. Bei der Haltbarkeit scheiden sich Geister. Von drei, über sechs Wochen bis er ein Jahr Haltbarkeit ist alles vertreten. Ich würde die fertige Jauche dunkel und kühl stellen (kann nun auch mit einem Deckel abgedeckt werden) und eher kleinere Mengen ansetzen und sie zügig verbrauchen (siehe auch Kommentar vom 17. Februar 2015 06:51). Wenn es zuviel Jauche ist, würde ich es aber einfach mal probieren, sie länger zu verwenden. Oder auch mal was verschenken – ich war früher selbst immer gerne Abnehmer fertiger Jauche.
    Verschiedene Hobbygärtner gießen die Jauchenreste auch auf den Kompost.
    Die Pflanzenteile werden abgeseiht (oder herausgefischt) und können auf den Kompost.

  20. ich habe grad gelesen, das man die blüten nicht verwendet, bei der herstellung der brennesseljauche. habe ich leider. muß ich jetzt alles wegkippen oder kann ich die jauche noch verwenden, wenn ich die jauche durch ein sieb kippe? ich geh davon aus, das ich mir überall, wo ich mit dieser jauche dünge, auch brennesseln in den garten hol. was soll tun? wilma

  21. Ich persönlich kenne es nur so, dass man die Jauche ohne die Blüten ansetzt. Andere benutzen die gesamte Pflanze, trotz vorhandener Blüten und haben nach der Düngung keine Brennnesseln im Garten bzw. an den gedüngten Stellen. Nach der Verjauchung sollten die Samen nicht mehr keimfähig sein. Bei einem Kaltwasserauszug sieht das wohl schon anders aus.
    Sie können die Jauche weiter gären lassen und verwenden oder halt eine neue ansetzen, wenn Ihnen das lieber ist.

  22. vor 3 Wochen habe ich bennnessel angesetzt und mir eine jauche erstellt. die nächste Woche möchte ich meine Tomaten ins freie setzen. kann ich die bennnesseljauche jetzt (dann eine Woche warten) über das tomatenfeld gießen? muss die jauche verdünnen werden? muss die Jauche eine bestimmte zeit einziehen bevor ich pflanze?
    über eine Antwort freue ich mich

  23. Ich habe am Freitag die Brennesseljauche angesetzt. Am nächsten Tag fing sie an zu gären und zu stinken. Heute, vier Tage später, schäumt nichts mehr. Alle Blätter sind komplett zersetzt, es sind nur noch die Stängel ohne Rinde zu finden. Die Farbe der Suppe ist dunkel grün-grau-braun. Kann die Jauche so schnell fertig sein oder ist bei mir was schief gelaufen? Das Gefäß steht ganztags in der Sonne und wir hatten hier im östlichen Brandenburg Temperaturen um 30° und Sonne satt.

  24. Kann man Kartoffeln, die als Starkzehrer gelten, auch mit dem Brennnesselsud im Wurzelbereich düngen? Mischungsverhältnis 1 : 10.

  25. Es gibt Hobbygärtner, die in diesem Mischungsverhältnis ihre Kartoffeln mit Brennnesseljauche düngen. Ich würde aber eher auf Kompost setzen, da sich eine Stickstoffdüngung bei Kartoffeln negativ auf den Geschmack der Knolle auswirkt.

  26. hilft der sud auch gegen minierfliegen?
    verstehe ich das richtig das richtig?sud mache ich in dem ich brenneseln koche abkühlen lasse und dan 24 stunden stehen lasse?

  27. Der Auszug wird nicht gekocht – hierbei handelt es sich um die unvergärte Flüssigkeit, die in den ersten Stunden entsteht.
    Die Brennnesseljauche soll wohl gegen Minierfliegen helfen (wird nicht auf die Pflanze gesprüht, sondern ganz normal verwendet). Ob dem so ist, kann ich leider nicht sagen. Ich würde es im Zweifelsfall einfach mal ausprobieren.

  28. Hallo Zusammen. Ich habe dieses Jahr auch einen Sud angesetzt und wollte noch wissen ob dieser auch dür Obstbäume verwendet werden kann? Wir haben einen Kirsch- und einen Apfelbaum.

  29. Liebe Leute,
    nun werde ich auch Brennesseljauche für meine Balkon- und Gartenpflanzen verwenden. Die Tipps sind sehr aufschlussreich.
    Außerdem, keine Chemie im Garten, die Umwelt ist sowieso schon stark verschmutzt.

    Grüsse Heli

  30. Solange keine Samenstände dran sind schon. Die Reste, wenn ich Jauche ansetze, kommen bei mir auf den Kompost 🙂

  31. Hallo,
    ich möchte Brenneseljauche ansetzen. gibt es eine Faustformel für das richtige Mischungsverhältniss, also wieviel Brenneseel zu Wasser.

    Danke für eure Antwort.

    Lg Martin

  32. Hallo Zusammen, danke für die vielen guten Tips!
    Ich setzte schon einige Jahre die Brennessel jauche an. Ich habe nicht gewusst, das ich sie jeden Tag umrührem soll, werde ich gleich morgen machen. Können sie mir bitte sagen, wann ich am besten dünge? Bei abnehmenden oder zunehmenden Mond?

  33. @ Martin
    Eine „Faustformel“ kenne ich so nicht. Bisher habe ich die Jauche so angesetzt, wie im Artikel beschrieben.

    @ Elisabeth Erler
    Soweit ich weiß, wird nur bei abnehmendem Mond gedüngt.

  34. Ich würde gerne Brennesseljauche herstellen, aber ich bin noch etwas verunsichert… Zwar steht in diesem Artikel man soll die fertige Jauche etwa 1:10 bis 1:20 mit Wasser verdünnen, aber wie viel Kilo Pflanzenmaterial benötige ich für wieviel Wasser beim vorherigen herstellen der Jauche? Dies ist doch mindestens genauso wichtig, benutzt man zu viel Pflanzenmaterial könnte später selbst 1:20 zu einer Überdüngung führen, und bei zu wenig ist eventuell selbst 1:10 noch zu wenig…

    Hoffe mir kann da jemand weiterhelfen, danke schon mal im Vorraus! 🙂

  35. Oh und noch eine weitere Frage, hoffe die ist nicht zu blöd: Den Sud sollte man nach der Gärung von den Blättern sicherlich trennen oder? Gibt es Tipps/Tricks wie man dies am besten tut oder kann man die Blätter einfach mit den Händen „abfischen“?

  36. Wenn ich die Jauche ansetze, arbeite ich nicht mit der Waage… Bei solchen Mengenangaben muss ich passen. Ich befülle meinen Eimer mit den Brennnesseln und gieße dann Wasser drauf.
    Nach der Gärung bleibt bei mir nicht viel übrig, eigentlich nur die Stiele. Die lasse ich solange drin, bis ich die letzte Pfütze auf den Kompost gieße.

  37. @cane und alle anderen: Der Einsatz von Essig und Salz auf versiegelten Flächen ist nach einem neueren Urteil nicht verboten, auch wenn es keine präjudizierende Wirkung von Urteilen in D gibt:
    „Das Oberlandesgericht Oldenburg jetzt einen Gärtner freigesprochen, der 150 Euro Bußgeld zahlen sollte. Vorwurf: Der Mann hatte das Unkraut auf der Zufahrt zu seiner Garage und auf der öffentlichen Pflasterfläche mit einer Essig-Salz-Lösung bekämpft.
    Nach Auffassung des Gerichts fallen Essig und Salz sowie Mischungen nicht unter das Pflanzenschutzgesetz. Ein Pflanzenschutzmittel liege nur dann vor, wenn es extra für die Bekämpfung von Unkraut oder Schädlingen hergestellt werde. Essig und Salz seien aber nach objektiven Gesichtspunkten Lebensmittel und nicht zur Pflanzenvernichtung bestimmt.
    Für eine Gefährdung des Bodens oder des Grundwassers aufgrund anderer Vorschriften sah das Gericht keine Anhaltspunkte (Aktenzeichen 2 Ss OWi 70/17).“
    https://www.lawblog.de/index.php/archives/2017/05/10/essig-und-salz-duerfen-gegen-unkraut-eingesetzt-werden/

    Damit will ich nicht sagen, daß man es jetzt machen soll oder es gar gut wäre – nur verboten ist es eben nicht.

  38. Interessant! Also eine Waage würde ich dafür auch nicht benutzen, aber ich würde mich wohler fühlen zumindestens eine grobe Angabe zu haben, habe halt Angst vor einer Überdüngung…

    Dann werde ich einfach mal einen 10 Liter mit Brennesseln füllen und bis oben hin mit Wasser füllen. Wird schon schief gehen, ich fange erstmal vorsichtig an und verdünne etwas stärker, und wenn es den Pflanzen gut bekommt erhöhe ich die Dosis.

    Also „verschwinden“ die Blätter praktisch?

    Vielen Dank 🙂

  39. @ entejens
    Danke für den Link! Sagen wir so, es ist nicht mehr verboten – vorher war es der Fall…

    @ Scarface
    Gerne 🙂
    Dann würde ich einfach anfangs stärker verdünnen und schauen, wie die Pflanzen wachsen und gedeihen. Viele Böden enthalten eh ausreichend Nährstoffe, sodass es schnell zu einer Überdüngung kommen kann (das lässt sich über Bodenproben ermitteln, was bereits im Boden vorhanden ist).
    Bei mir sind die Blätter immer weg und nur noch die Stiele vorhanden.

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