Chlorose: Symptome erkennen, Ursache behandeln

Nein, bei Chlorose handelt es sich weder um eine neue Rosenart, noch um ein Mittel, das aus Chlor besteht. Chlorose ist eine Pflanzenkrankheit, genauer, eine Chlorophyll-Mangelerscheinung. Das heißt, dass die Pflanzen keine ausreichende Photosynthese durchführen können. Die Ursachen sind in einem Nährstoffmangel zu suchen, wie etwa ein Mangel an Eisen, Magnesium, Nitrat, Molybdän und Mangan. Aber auch Pilze und Bakterien können dafür verantwortlich sein.

Da die Mangelerscheinung auch Bleichsucht genannt wird, sieht man die Symptome in erster Linie an den Pflanzenblättern, die Farbe verlieren und verblassen, wodurch die Krankheit relativ leicht zu erkennen ist. Bei Nichtbehandlung kann aus der Chlorose eine Nekrose werden, das heißt, dass die Blätter absterben.

Die Arten von Chlorose

Die Krankheit zeigt sich nicht immer gleich. Daher ist auf verschiedene Schadbilder zu achten:

  • Spitzenchlorose
    Hier sagt es schon der Name: Die Blätter bleichen von der Blattspitze her aus. In der Folge werden sie braun, davon betroffen sind vor allem die älteren Blätter einer Pflanze. Bei dieser Chlorose besteht ein Stickstoffmangel.
  • Flächenchlorose
    Hier werden zuerst die Blattflächen blass, die Krankheit breitet sich von der Blattmitte an die Blattränder aus. Hiervon können alle Blätter der Pflanze betroffen sein. Werden zuerst ältere Blätter befallen, fehlt Magnesium, Stickstoff, Kalium oder Phosphor. Wenn dagegen erst die jungen Blätter vergilben, dann fehlt Eisen, Kupfer oder Zink.
  • Mosaikchlorose
    Hier sind die Blätter wie ein Mosaik „besprenkelt“. Entweder durch helle Punkte oder andere Muster treten die Flecken zusammen mit Verkrümmungen auf.
  • Blattchlorose
    Betroffen sind hier vor allem die Jungtriebe und die jüngeren Blätter. Jungtriebe sind nicht mehr grün, sondern gelb, die jungen Blätter verfärben sich gelb, wobei die Blattadern zuerst grün bleiben. Dies ist auf einen Eisenmangel zurückzuführen.
  • Schlechtwetterchlorose
    Die Symptome sind hier wie bei der Blattchlorose ausgeprägt, ein Mangel besteht dabei von Eisen und Mangan.

Chlorose behandeln und vorbeugen

Sollten Sie Chlorose an Ihren Pflanzen feststellen, dann ist die erste Maßnahme zu bestimmen, welche Chlorose es ist. Die befallenen Blätter sollten Sie zeitnah entfernen. Weiter behandeln Sie die Pflanzen mit einem Dünger, den dem Boden die fehlenden Nährstoffe zuführt. Bei reinem Eisenmangel haben sich Steinmehle als Dünger bewährt, ansonsten kann dieser auch in flüssiger Form über das Gießwasser verabreicht werden.

Gerade bei Blattchlorosen kann der Grund auch an einem Kalküberschuss im Boden liegen. Diesen beseitigen Sie, indem Sie Torf in die Erde einarbeiten und den Boden damit saurer machen. Auch ein Austausch ist möglich. Letzterer sollte auf jeden Fall bei Topfpflanzen erfolgen. Außerdem ist hier das Gießwasser abzukochen.

Sind Bäume von der Chlorose betroffen, dann kann man auch mit Löwenzahn gegensteuern. Dieser wird im Baumscheibenbereich angepflanzt. Was bewirkt der Löwenzahn? Er schließt das Eisen auf, sodass es der Baum verwerten kann.

 

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