Clematiswelke: Wenn die Weinrebe kränkelt

Eine der schlimmsten und gefürchtetsten Krankheiten, die die Clematis befallen kann, ist die Clematiswelke. Warum ist das so? Weil man kaum vorbeugen und wenn die Pflanze stark befallen ist, diese in kürzester Zeit sterben kann. Auch wenn sich das alles sehr schlimm anhört, kann man die Krankheit bekämpfen und sogar heilen. Voraussetzung ist, das Schadbild rechtzeitig zu erkennen.

Clematiswelke – was ist das?

Bei der Clematiswelke handelt es sich um eine Pilzerkrankung. Nimmt man es ganz genau, sind es eigentlich zwei verschiedene Pilze, die dafür verantwortlich sein können. Der eine heißt Phoma, der andere Fusarium. Im Grunde sind beide ähnlich und haben auch einen ähnlichen Krankheitsverlauf, Fusarium befällt jedoch nur die großblumigen Pflanzen.

Beide Pilze äußern sich dahingehend, dass sie über kleine Verletzungen in die Pflanze eindringen können und dadurch die Leitungsbahnen verstopfen. Das bedeutet, dass Pflanzenteile nicht mehr mit Nährstoffen versorgt werden und diese absterben. Äußerlich sieht man das durch braune und welke Blätter. Allerdings beschränkt sich die Clematiswelke nicht nur auf Blätter, auch Stängel, Blüten und Knospen sind davon betroffen.

Die Ursachen der Clematiswelke

Damit sich eine Pflanze mit der Clematiswelke infizieren kann, müssen mehrere Ursachen zusammenkommen. Diese sind:

  • Feuchtigkeit: Wenn die Erde dauerhaft zu nass ist.
  • Temperatur: Wenn diese längere Zeit über 20 Grad liegt.
  • Regenwasser: Wenn dieses die Blätter dauerhaft benetzt.
  • Nebel: Wenn dieser nachts auftritt und somit die Luft entsprechend feucht ist.
  • Schäden: Wenn die Clematis Wunden hat, über die die Krankheitserreger eindringen können.

Clematiswelke frühzeitig erkennen

Das Wichtigste ist, dass die Clematiswelke rechtzeitig erkannt wird, denn nur dann kann man die Pflanze retten. Ist der Befall bereits zu weit fortgeschritten, dann kann das den Tod für die Waldrebe bedeuten. Sie sollten also regelmäßig Ihre Pflanzen auf braune Blätter kontrollieren. Regelmäßig heißt, mindestens jede Woche. Denn bei einem Befall kann sich innerhalb von zwei Wochen der Pilz bereits so weit ausgebreitet haben, dass die Clematis nicht mehr zu retten ist.

Was tun bei Clematiswelke?

Sofern Sie braune Blätter oder mehr an ihrer Pflanze entdecken, sollten Sie sofort handeln. Denn je länger Sie warten, umso mehr kann sich der Pilz verbreiten und die Pflanze schädigen. Braune Stellen sollten Sie deswegen sofort entfernen und im Hausmüll entsorgen. Schauen Sie auch nach, ob bereits braune Blätter auf dem Boden liegen. Diese sollten Sie ebenfalls entsorgen, denn diese können selbst ein Jahr später den Pilz noch auf andere Hybriden übertragen.

Sofern bereits ein Großteil der Clematis befallen ist, hilft es nichts, dann müssen Sie großflächig arbeiten und die Pflanze zurückschneiden. Scheuen Sie sich nicht davor, diese direkt über dem Boden zu kappen. Sofern die Wurzeln noch gesund sind, wird die Clematis wieder austreiben – das kann allerdings mehrere Monate oder gar Jahre dauern. Bringen Sie also etwas Geduld mit.

Clematiswelke bekämpfen und vorbeugen

Ist eine Bekämpfung der Clematiswelke überhaupt möglich? Eine direkte Bekämpfung gibt es kaum. Sie können den Pilz lediglich biologisch bekämpfen, indem Sie nach dem Rückschnitt ein biologisches Fungizid sprühen. Weitere Methoden oder gar Hausmittel sind nicht bekannt.

Was Sie aber tun können ist vorbeugend tätig werden. Hier ein paar Tipps:

  • Kaufen Sie nur gesunde und kräftige Pflanzen. Im Idealfall sind diese bereits zwei Jahre alt.
  • Befinden sich Triebe an der Pflanze, die geknickt oder besonders schwach sind, werden diese abgeschnitten.
  • Nicht zu viel, dafür aber regelmäßig gießen und vor allem nicht auf die Pflanze, sondern nur auf die Erde.
  • Clematis am besten anbinden, damit sie nicht durch Wind beschädigt werden kann. Jede Wunde ist ein Eingangstor für die Erreger.
  • Schützen Sie den Fuß der Pflanze. Hier können Sie Bodendecker oder auch Steine verwenden.

 

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