Dill – Küchenkraut mit unverwechselbarem Geschmack

Ein abwechslungsreicher Kräutergarten, in dem der Dill natürlich nicht fehlen darf, ist eine Bereicherung für die Küche. Viele Küchenkräuter geben so manchem Gericht die notwendige Würze. Oder könnten Sie sich eingelegte Gurken oder einen frischen Gurkensalat ohne den typischen Geschmack des Dills vorstellen?

Apropos Gurken. Dieser beliebte Doldenblütler ist auch unter dem Namen Gurkenkraut bekannt. Weniger bekannt ist vermutlich den meisten Hobbygärtnern die botanische Bezeichnung: Anethum graveolens.

Der optimale Standort für den Dill im Garten

Das einjährige Gurkenkraut möchte nach Möglichkeit ein vollsonniges Plätzchen in Ihrem Garten beziehen. Denn nur an einem sonnigen Standort kann die Pflanze viel ätherisches Öl ausbilden.

Damit sich der pflegeleichte Dill optimal entwickeln kann, benötigt er einen humosen, lockeren und durchlässigen Boden. Unter diesen Bedingungen, und wenn dem Gurkenkraut dieser Standort behagt, kann dieser Doldenblütler über einen Meter hoch werden.

Die ideale Pflege für den Dill

Nicht nur ein sonniges Plätzchen steht bei diesem Kraut hoch im Kurs. Auch einen gleichmäßig feuchten Boden schätzt der Dill. Gießen Sie den Doldenblütler also entsprechend Dill– nicht zu wenig und nicht zu viel. Für eine ausgewogene Bodenfeuchtigkeit sorgen Sie mit einer Mulchschicht.

In Bezug auf das Düngen gilt: weniger ist mehr. Sie können gerne eine dünne Schicht Kompost verteilen. Diese Menge an Nährstoffen ist ausreichend für den einjährigen Dill. Ein Überangebot würde nur unnötig zu weichen Stielen führen.

Den Dill aussäen und ernten

Bereits im April können Sie das Gurkenkraut direkt im Freiland aussäen. Bis August können Sie nach Bedarf nachsäen.

Ihren Dill können Sie übrigens auch in Reihen säen. Sofern Sie mehrere Reihen einplanen, lassen Sie einen Abstand von 25 bis 30 Zentimeter dazwischen.

Je nachdem, wie dicht Sie das Gurkenkraut gesät haben, geht es später an das Lichten. Pikieren und umsetzen ist meist ein hoffnungsloses Unterfangen. Dill bildet lange Pfahlwurzeln aus und lässt sich aus diesem Grund nur sehr schwer versetzen.

Eigenes Saatgut können Sie übrigens problemlos selbst gewinnen. Sobald die Samen eine braune Färbung zeigen, schneiden Sie die Blütendolen ab. Zum Trocknen binden Sie einige Stiele zusammen und hängen diese kopfüber auf. Die Samen lagern Sie an einem trockenen und kühlen Ort. Am besten in einem Briefumschlag, den Sie mit Erntedatum und Pflanzennamen beschriften.

Sofern Sie im Herbst Dill stehen lassen, vermehrt er sich gerne selbst. Zumindest, wenn der Standort zusagt.

Den gesamten Sommer über können Sie den frischen Dill ernten. Auch während der lichtarmen Jahreszeit müssen Sie nicht auf den Geschmack des Gurkenkrauts verzichten. Frieren Sie einfach das grüne Dillkraut ein.

Sie haben so viel Dill angebaut und können gar nicht alles verbrauchen? Peppen Sie doch einfach Blumensträuße auf. Von Juni bis August präsentiert der Doldenblütler gelbe Doldenblüten – eine Bereicherung für den selbst gepflückten Strauß aus eigenen Gartenblumen.

Dill auf Balkon und Terrasse

Sie haben keinen Garten, dafür aber einen Freisitz? Dann brauchen Sie nicht auf eigenen Dill verzichten. Denn das Gurkenkraut lässt sich auch in einem Kübel anbauen.

Damit der Dill auch auf dem Balkon etwas wird, muss der Kübel ausreichend tief für die Pfahlwurzeln sein. Und beim Gießen benötigen Sie etwas Fingerspitzengefühl. Der Erdballen darf nicht austrocknen. Es darf sich aber auch keine Staunässe bilden.

Für die Kübelhaltung eignet sich übrigens Anethum graveolens ‚Fernleaf‘. Diese Sorte wird etwa 20 bis 40 Zentimeter hoch und ist ideal für den Freisitz.

Dill in der Mischkultur und Tipps zur Fruchtfolge

Wussten Sie, dass Dill sich günstig auf das Aufgehen verschiedener Gemüsesamen auswirkt? Säen Sie ein paar Samen bei Möhren, Gurken und Salat hinzu.

Wie erwähnt handelt es sich bei dem Dill um einen Doldenblütler. Und eben diese sind selbstunverträglich. Damit sich keine Krankheiten entwickeln können, werden an dieselbe Stelle erst nach vier bis fünf Jahren wieder Dill oder andere Doldenblütler, wie zum Beispiel Petersilie, angebaut. Am besten machen Sie sich Notizen, wann und wo Sie Dill & Co. angepflanzt haben.

 

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Bild: © Irina Khomenko – Fotolia.com

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