Bevor es kalt wird: Garten winterfest machen

Die kalte Jahreszeit kommt, ob wir das wollen oder nicht. Ob sie Schnee mitbringt ist fraglich, ist für unser heutiges Thema „So machen Sie Ihren Garten winterfest“ aber auch nicht relevant. Denn ob mit oder ohne Schnee, der Garten muss auf jeden Fall entsprechend auf die Kälte vorbereitet werden.

Im Grunde kann man das Thema in zwei Bereiche unterteilen. Zum einen müssen Pflanzen winterfest gemacht werden, zum anderen aber auch alles andere, sprich Teich, Brunnen, Figuren & Co. und nicht zu vergessen die Gartengeräte.

Garten winterfest machen – Schutz für Pflanzen

Um beim Thema „Pflanzen im Garten winterfest machen“ schon von vorneherein weniger Arbeit zu haben, sollten Sie darauf achten, dass Sie Blumen pflanzen, die auch winterhart sind. Hier gilt es darauf zu achten, dass die Pflanzen eben winterhart und nicht winterfest sind. Denn winterfest heißt nicht, dass sie den Winter auch überleben. Im Übrigen ist es nicht ratsam, nicht winterharte Pflanzen im Frühling ein- und im Herbst wieder auszupflanzen, um sie im Topf nach drinnen zu bringen. Das ständige „rein in die Erde“, „raus aus der Erde“ schadet ihnen mehr, als wenn sie gleich im Topf bleiben. Zu diesen Pflanzen gehören zum Beispiel die Schmucklilie, das Pfahlrohr, die Fackellilie, die Buschmalve, der wärmeliebende Oleander und nicht zuletzt alle Zitruspflanzen.

Alle winterharten Pflanzen brauchen im Herbst kaum Pflege. Ja, manche sagen sogar, man soll gar keine Hand an sie legen, denn so mancher schneidet noch vor dem Frost die verwelkten Pflanzenteile ab. Das aber können Sie sich sparen, denn diese sind oft nicht nur sehr hübsch anzusehen und zieren die winterlichen Beete (beispielsweise die Fette Henne), sondern bieten der Pflanze auch Schutz. Deswegen lieber im Frühjahr weg mit dem alten Zeug!

Sträucher und Bäume sind über das Jahr sicherlich toll gewachsen und haben sich vergrößert. Um nicht irgendwann ein undurchdringbares Gestrüpp vorzufinden, sollten Sträucher und Bäume im Herbst geschnitten werden. Entweder ein radikaler Rückschnitt oder eben so weit, wie Sie das möchten. Formschnitte können Sie dagegen über das Jahr hinweg erledigen. Achten Sie darauf, dass das Laub bereits abgeworfen wurde, denn so tun Sie sich leichter und haben einen besseren Überblick. Birken, Ahorn und Walnuss sollten ab Mitte November nicht mehr geschnitten werden, da diese sonst bluten. Obstbäume können außerdem mit einem Weißstrich gegen Frostrisse geschützt werden.

Was ist noch zu tun, um den Garten winterfest zu machen?

  • Lassen Sie Laub nicht auf dem Rasen liegen, das sorgt sonst dafür, dass das Gras leidet.
  • Rechen Sie Laub zusammen und verteilen es auf Ihren Beeten, das schützt Ihre Pflanzen zusätzlich.
  • Sie können das Laub auch anhäufeln und so einen Schutz für Igel im Winter schaffen.
  • Rosen vertragen im Herbst zwar einen leichten Rückschnitt, den eigentlichen Schnitt sollten Sie jedoch im Frühling erst durchführen.
  • Wenn Sie den Zeitpunkt für den Rückschnitt von Hecken im September verpasst haben, dann warten sie lieber bis in den Frühling.
  • Manche Pflanzen müssen bei starkem Frost zusätzlich geschützt werden. Dazu zählen der Japanische Ahorn und der Schneeball.
  • Kübelpflanzen, die den Sommer über die Terrasse geziert haben, können Sie entweder zum Überwintern nach drinnen bringen, alternativ umwickeln Sie die Töpfe mit Vlies, decken die Erde mit Reißig ab und stellen die Pflanzen an einen windgeschützten Ort, idealerweise in eine Ecke an die Hauswand.
  • Sofern Sie gerne im Frühling blühende Frühlingsboten wie Tulpen, Narzissen, Hyazinthen oder Krokusse haben möchten, sollten Sie diese jetzt unter die Erde bringen.

Garten winterfest machen – und der Rest?

War es das schon oder haben wir was vergessen? Natürlich war es das noch nicht, denn mit den Pflanzen alleine ist es noch nicht getan! Sofern Sie im Garten nicht nur Beete und Rasen haben, haben wir noch mehr Arbeit für Sie:

  • Alle beweglichen Gartenfiguren und Skulpturen, die nicht winterfest sind, sollten Sie vor dem Frost nach drinnen bringen. Als Winterquartier sind Geräteschuppen, Garage oder Keller geeignet. Damit sie auch im Frühling optisch wieder repräsentativ sind, einfach mal ein bisschen den Putzlappen schwingen.
  • Haben Sie einen Brunnen oder Bachlauf im Garten? Dann sollten Sie die Wasserzuleitungen unbedingt leeren und auch die Wasseruhren vor Frost schützen. Eine geplatzte Wasserleitung kann teuer werden.
  • Wenn Sie Teichbesitzer sind, müssen vor dem Winter Schlamm und Laub, die sich auf dem Teichboden befinden, entfernt werden. Diese zersetzen sich nämlich in der kalten Jahreszeit und verbrauchen so Sauerstoff – die Lebensgrundlage für Fische und Frösche. Sofern Sie Fische im Teich haben, sorgen Sie dafür, dass der Teich komplett zufriert, da sonst die Tiere durch Faulgase vergiftet werden können.

An alles gedacht? Alles erledigt? Dann ist jetzt leider noch immer nicht Zeit, um sich zurückzulehnen. Denn auch die Gartengeräte sollten Sie winterfest machen. Das heißt: Geräte säubern und putzen, Scheren und Messer schleifen, Metall entrosten und bei Bedarf einölen. Dann sicher und vor allem trocken ins Winterquartier. So, aber jetzt sind Sie endlich fertig. Schöne Winterzeit!

 

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