Der Gartenboden und die Unterschiede

Ach wäre das schön, wenn jeder Gartenboden gleich wäre. Dann hätte man keinerlei Probleme mit klebrigem, zu festem, zu lockerem Boden oder sonstigen Beschaffenheiten. Auf der anderen Seite wäre es auch ein Nachteil, denn wenn der Boden überall gleich wäre, würde auch überall dasselbe wachsen. So gesehen ist es vielleicht gar nicht so schlimm, dass Gärtner mit unterschiedlichen Bodenbeschaffenheiten zu tun haben. Wenn man weiß, was bei welchem Boden zu tun ist und welche Pflanzen besonders gedeihen, ist doch alles paletti, oder?

Die fünf verschiedenen Bodenarten

Vielleicht schlagen einige Hobbygärtner jetzt die Hände über dem Kopf zusammen, wenn sie hören, dass es fünf unterschiedliche Bodenarten gibt. Das Ganze kann man etwas relativieren und auf drei eingrenzen, denn die schweren und leichten mineralischen Böden sind Extremböden, die es nur sehr selten gibt. Die Gartenböden hierzulande sind meist irgendwo dazwischen zu finden und teilen sich in leichte, mittelschwere und schwere Böden ein.

Sandboden – der Leichteste von allen

Wasserdurchlässig aber nährstoffarm, dies sind die Haupteigenschaften der leichten Böden, die auch als Sandböden bezeichnet werden. Dieser Boden lässt sich zwar prima bearbeiten und klumpt nicht, dafür kann er auch viele Nährstoffe nicht behalten, die durch die Struktur ausgeschwemmt werden. Auch muss Sandboden häufiger gegossen werden, da er Wasser nur schlecht speichern kann. Verbessert werden kann er, indem man ihn mit festeren Böden mischt oder auf ihm sogenannte Tonmineralien ausbringt.

Lehm-/Sandboden – der wohl beste Boden

Wer über einen mittelschweren Boden verfügt, der darf sich glücklich schätzen, denn hier ist die Mischung aus Sand, Schluff und Ton ideal. Schluff ist eine Zwischenstufe von Sand und Ton. Der Tonanteil beträgt dabei ca. ein Fünftel, der Sandanteil ebenfalls. Wasser kann dieser Boden ebenso gut speichern, wie Nährstoffe. Dennoch sollte man auf eine Düngung nicht verzichten.

Lehmboden – schwer zu bearbeiten

Wenig Freude hat man mit schweren Lehm- und Tonböden. Diese sind so dicht, dass sich Wasser staut und die Pflanzen dadurch die Nährstoffe nicht aufnehmen können. Durch die Bodenverdichtung kann Wasser nur noch schlecht von oben her eindringen, der Boden kann somit verschlämmen. Zwar gibt es auch einige Pflanzen, die auf solchen Böden bestens gedeihen, doch das ist wohl die Ausnahme. Das heißt: Der GartenbodenBoden muss lockerer werden. Hierzu wird die oberste Bodenschicht abgetragen, die darunterliegende aufgelockert und mit Sand vermischt.

Der Bodentest

Oft sieht man es einem Boden schon an, wie er beschaffen ist. Wenn nicht, kann man dies in einem einfachen Test selbst herausfinden. Hierbei wird etwas Erde in einen Becher gegeben und mit Wasser leicht angefeuchtet. Nun wird mit den Fingern die Erde zerrieben. Je rauer sie sich anfühlt, umso leichter ist der Boden, je klumpiger sie ist, umso mehr Lehmanteil ist vorhanden.

 

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Bild: © Nmint | Dreamstime.com

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