Gartentipps im Januar

Nutzen Sie die kalte Jahreszeit für die Gartenplanung

Im Gegensatz zu den restlichen Jahreszeiten gibt es im Winter nicht viel im Garten zu tun. Bei einem Glas Tee oder einer Tasse Kaffee können Sie die Wintermonate nutzen, um den Garten für die kommende Saison zu planen. Vielleicht möchten Sie Gartentipps im Januar für GartenplanungIhren Ziergarten mit neuen Pflanzen verschönern, die Beete neu anlegen, die Gemüseauswahl erweitern – was halt so während der Saison anfällt in einem Garten.

Wenn Sie nicht schon im letzten Jahr Ihren Gemüsegarten geplant haben, ist jetzt die beste Gelegenheit. Falls Sie Ihr Gemüsebeet etwas geordneter haben möchten, können Sie die Fruchtfolge und den Fruchtwechsel ausarbeiten. Oder möchten Sie Ihr Gemüse lieber in der klassischen Mischkultur anbauen? So können Sie selbst auf nicht sonderlich großen Flächen eine ansehnliche Pflanzenvielfalt anbauen. Gemüse und Kräuter bunt gemischt mit Sommerblumen.

Egal, nach welchem Prinzip Sie Ihren Gemüsegarten anlegen, lassen Sie ausreichend Platz für verschiedene Sommerblumen wie Sonnenblumen und Ringelblumen sowie Tagetes. Sie sind nicht nur schön anzuschauen, sondern sorgen gleichzeitig auch für einen gesunden Boden und sind zusätzlich eine Nahrungsquelle für verschiedene Tiere. Mit selbst geernteten Sonnenblumenkernen können Sie im Winter bei Schnee und Frost die Vögel im Garten verwöhnen.

Wenn sich starke Fröste ankündigen

Auch wenn es draußen kalt und drinnen noch so gemütlich ist, sollten Sie auch im Winter an schneefreien Tagen immer mal wieder einen kleinen Rundgang durch den Garten machen. Sobald starke Fröste drohen, wünschen sich gerade empfindliche Pflanzen einen Schutz, sofern sie noch keinen haben, gegen die eisige Kälte. Decken Sie die Pflanzen einfach mit Fichtenzweigen, Reisig, Jutesäcken oder einem Vlies ab.

Bei Frost und Schnee sind nicht nur Vögel hungrig

In der kalten Jahreszeit, wenn es draußen kalt und frostig ist und der Boden durchgefroren, finden nicht nur Vögel wenig Futter. Während wir Amsel, Drossel, Fink und Star mit Vogelfutter und Obst aushelfen, müssen sich andere selbst versorgen. So finden sich auch manche Nager, wie Mäuse und Kaninchen im Garten ein, die auf der Suche nach Nahrung sind. Da kommen ihnen beispielsweise die Obstbäume im Garten gerade recht. Sie nagen nicht nur an der saftigen Baumrinde, sondern knabbern auch die Wurzeln an. Je nachdem, wie ausgiebig an den Bäumen genagt wurde, können diese im Frühjahr ein Fall für den Schredder werden.

Besonders junge Bäume werden gerne von den Nagern aufgesucht. Damit diese gar nicht erst an die schmackhafte Rinde gelangen, können Sie beispielsweise Spiralen aus Plastik oder Maschendraht um den Stamm wickeln. Auch ein Papiersack, der um den Stamm gebunden wird, kann Abhilfe schaffen. Wenn Sie mehrere dieser atmungsaktiven Papiersäcke den Stamm entlang von unten nach oben befestigen, schützen Sie diesen im Winter nicht nur vor diversen Tieren, sondern auch vor der Wintersonne.

Haben Sie schon alles parat für die Vorkultur?

Auch wenn es draußen noch kalt und trüb ist, sollten Sie schon an die baldige Vorkultur denken. Haben Sie neben ausreichend Stellmöglichkeiten genügend Gefäße für die Aussaat vorrätig? Wie ist es um die Erde für die Anzucht bestellt? Haben Sie im Herbst humose Gartenerde „gesichert“, sodass diese abgetrocknet und möglichst gesiebt ist? Ist auch noch ein wenig Sand vorhanden, um die Erde damit zu Gartentipps im Januar für Vorkulturmischen und aufzulockern? Sollte Ihnen das „durchgegangen“ sein, können Sie natürlich auch ganz normale Anzuchterde verwenden.

Wie sieht es mit Saatgut von Gemüse und Blumen aus? Haben Sie ausreichend davon im Haus? Bevor es an die Anzucht geht, können Sie vorher auch noch eine Keimprobe machen. So können Sie besser beurteilen, ob die Samen in älteren Samentütchen auch keimen. Haben Sie noch im Kopf, wann Sie die Tütchen gekauft haben? Wie schnell vergisst man, wann sie gekauft wurden. Damit Sie den Überblick nicht verlieren, notieren Sie am besten gleich nach dem Kauf das Kaufdatum an einer gut sichtbaren Stelle auf dem Samentütchen.

Aus den Augen, aus dem Sinn

Obst und Gemüse, das während der kalten Jahreszeit unter anderem im Keller gelagert wird, gerät gerne mal in Vergessenheit, da wir das Lagergut nicht ständig vor Augen haben. Da kann das eine oder andere schon einmal verderben. Damit es nicht soweit kommt, sollten Sie in regelmäßigen Abständen das gelagerte Obst und Gemüse kontrollieren. Nicht nur Verdorbenes wird gleich aussortiert, sondern auch das Obst und Gemüse, dass einen direkten Kontakt hatte. Das Lagergut sollten Sie nicht zu lange lagern, sondern nach Möglichkeit recht zügig verbrauchen. Sollten Sie beispielsweise mehr Äpfel gelagert haben, als Sie essen können: Verwöhnen Sie die Amseln damit.

Apropos Äpfel. Damit sich das Obst besser hält und nicht schrumpelig wird, bewahren Sie die Äpfel nicht nur in einem kühlen und dunklen Lager auf, sondern zusätzlich in Säcken aus Kunststoff eingepackt. Durch den somit vermehrten Kohlendioxid-Gehalt fault das Obst nicht so schnell und bleibt länger frisch.

Denken Sie daran, dass Sie, wenn es nicht zu kalt draußen ist, die Lagerräume immer mal wieder gut lüften. Das gilt auch für das Überwinterungsquartier von Kübelpflanzen.

Auch vor Frost geschützte und aufbewahrte Knollen, wie beispielsweise Dahlienknollen, benötigen hin und wieder ein wenig Aufmerksamkeit. Schauen Sie zwischendurch immer mal wieder danach, ob sie vielleicht anfangen zu faulen oder sich unliebsame Gäste eingeschlichen haben. Hin und wieder übersieht man auch mal die eine oder andere Schnecke – deutlich erkennbar an den Schleimspuren, die sie hinterlassen.

Nicht zu vergessen: Die Gäste im Winterquartier. Da nicht alle Kübelpflanzen den Winter auf der Terrasse oder dem Balkon überstehen, ziehen sie rechtzeitig in das Winterquartier zum Überwintern um. Stellen Sie die Pflanzen nicht zu dicht beieinander. Zwischendurch werden die Kübelpflanzen mäßig gegossen. Achten Sie beim Gießen darauf, dass es nicht zu Staunässe kommt. Das vertragen die meisten Pflanzen draußen schon nicht sonderlich gut, im Winter noch viel weniger. Wenn Sie gerade beim Gießen sind, können Sie auch gleich abgeworfene Blätter einsammeln und die Kübelpflanzen auf Schädlinge und Krankheiten hin untersuchen.

 

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