Gemüse veredeln – gesünder, widerstandsfähiger, leckerer

Ist der Garten groß genug und hat man die Muse dazu, dann wollen viele Hobbygärtner eigenes Gemüse anpflanzen. Das spart Geld und schmeckt besser als das Gemüse, das man im Supermarkt kaufen kann. Veredelt werden in diesem Bereich am häufigsten Tomaten und Gurken, es können aber auch beispielsweise Auberginen oder auch Kürbisse veredelt werden. Wer Gemüse selbst veredeln will, der braucht dazu eine robuste Unterlage, auch Edelreis genannt. Diese können beim Gärtner gekauft werden, man kann aber auch naturreine Gemüsearten nehmen.

Durch das Gemüsepflanzen veredeln werden die neuen Sorten nicht nur robuster, sie bieten auch ein langes Wachstum, einen hohen und vor allem guten Ertrag und die Pflanze ist weniger anfällig für Krankheiten und Schädlinge. Wichtig ist, dass die Verwandtschaft der Pflanzen gegeben ist, sonst funktioniert das nicht. Tomaten können als Unterlage neben Tomaten (idealerweise von derselben Sorte) aber auch beispielsweise eine Auberginenpflanze haben, sie beide zu den Nachtschattengewächsen gehören. Ebenso können Gurken auf Kürbissen veredelt werden, beide gehören zu den Kürbisgewächsen.

Gemüse veredeln – eine kurze Anleitung

Um Gemüse veredeln zu können, braucht man einen Edelreis und eine Pflanze, die als Unterlage dient und auf die der Edelreis aufgesetzt wird. Je nach Wachstum kann man die beiden Pflanzen gleichzeitig aussäen, wächst eine Pflanze schneller, muss diese früher ausgesät werden. Nach etwa zwei Wochen kann man mit der Veredelung beginnen. Dazu werden beide Pflanzenteile am Stil zu zwei Dritteln eingeritzt und zwar so, dass man sie zusammenstecken kann, also muss der Schnitt entgegengesetzt erfolgen. Die Schnittstelle wird dann mit einer Klammer oder einem Band fixiert, damit die Pflanzen auch gut zusammenwachsen können. Idealerweise gibt man danach eine durchsichtige Plastiktüte über die Pflanze, damit sie schön feucht bleibt, alternativ hat man ein Gewächshaus. Gießen nicht vergessen! Rund eine Woche später kann man die Fixierung entfernen und die überflüssigen Pflanzenteile abschneiden, also vom Edelreis das Oberteil, von der zu veredelnden Pflanze die Wurzeln. Dann ab nach draußen damit und gut Wuchs!

 

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Kommentare

2 Kommentare zu ‘Gemüse veredeln – gesünder, widerstandsfähiger, leckerer

  1. Hallo

    Hier herrscht eine kleine Begriffsverwirrung.
    Die Unterlage, ist der Teil, der die Wurzeln behält und auf den die edle Sorte aufgepfropft wird.
    Das Edelreis ist eben der edle, obere Teil, und kommt auf die Unterlage drauf.
    z:B. Wenn wir einen neuen Apfelbaum der Sorte Gravensteiner haben möchten, kann als Unterlage ein Wurzelausschlag irgend eines Apfelbaumes dienen. Das Edelreis nimmt man von einem Baum, der schöne Äpfel der Sorte Gravensteiner trägt.
    Mit freundlichem Gruss, Walker

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