Giftige Pflanzen im Garten – wenn Schönheiten zur Gefahr werden können

Manche Pflanzen sind unscheinbar, während andere uns mit ihrem Duft und den wunderschönen Blüten geradezu betören. Und doch sind nicht alle Pflanzen und Blumen im Garten so harmlos, wie sie wirken. Während die einen vollkommen ungiftig sind, können bei anderen Pflanzen, wie dem Giftige Pflanzen im GartenEisenhut, schon geringste Berührungen zu einer Vergiftung führen. Oftmals haben wir einige giftige Pflanzen im Garten stehen, ohne dass wir uns dessen bewusst sind.

Wenn Sie Ihren Garten planen und gestalten, sollten Sie im Vorfeld schauen, welche Pflanzen für Sie geeignet sind. Wenn Sie Kinder und/oder Haustiere haben sollten, sind Sie natürlich eingeschränkter, als in einem kinder- oder haustierlosen Haushalt. Denn der Garten soll ein Ort der Erholung sein und keine Gefahrenquelle für die Liebsten. Auch wenn man Kindern relativ früh den Umgang mit Pflanzen und Blumen beibringen kann, Ihrem Haustier hingegen werden Sie die Gefährlichkeit nicht begreiflich machen können.

Oftmals gestaltet man regelmäßig oder alle paar Jahre den Garten neu. Und wenn die Kinder groß oder gar aus dem Haus sind und sich keine Haustiere im Haushalt tummeln, kann der Garten in seiner Vielfalt erweitert werden. Dann können auch Fingerhut und andere stark giftige Pflanzen Einzug halten.

Folgend finden Sie eine Reihe giftiger Pflanzen, die nicht nur im Garten zu finden sind. Falls Sie die eine oder andere Pflanze in dieser Auswahl nicht finden sollten, heißt es nicht, dass diese nicht giftig ist. Diese Auflistung nennt bekannte Gartenpflanzen und erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit.

Schwach giftige Pflanzen im Garten

Akelei
Bei dieser Staude mit blauen Blüten sind alle Teile der Pflanze giftig, besonders aber die Samen. Zu finden ist die Akelei in Wäldern und Gärten.

Blauregen
Alle Pflanzenteile, besonders aber die Samen sowie Hülsen, dieses blau blühenden Kletterstrauchs sind giftig. Der Blauregen begrünt in vielen Gärten Hauswände.

Herkulesstaude/Riesen-Bärenklau
Der Riesen-Bärenklau ist an vielen Wegrändern zu finden. Alle Teile der Pflanze sind giftig, besonders aber der Pflanzensaft.

Hyazinthe
Die Hyazinthe verschönert nicht nur die Fensterbank, sondern auch manche Stellen im Garten. Allerdings ist auch bei dieser Zwiebelblume die Zwiebel giftig.

Lupine
Bei dieser im Garten anzutreffenden Staude sind alle Pflanzenteile giftig, insbesondere aber die Samen der Lupine.

Narzisse
Besonders die Zwiebeln des beliebten Frühlingsboten im Garten sind giftig.

Pfingstrose
Alle Pflanzenteile dieser Staude sind schwach giftig. Die Pfingstrose blüht in vielen Gärten und Vorgärten.

Schneeglöckchen
Bei dieser Zwiebelblume sind alle Pflanzenteile giftig. Schneeglöckchen blühen in Wäldern und Gärten.

Schneeball
Die Blätter sowie Rinde dieses Strauchs sind giftig. Der Schneeball wächst in Gärten und Wäldern.

Tulpe
Tulpen blühen in den allermeisten Gärten. Allerdings sind alle Pflanzenteile der Zwiebelblume giftig.

Weinraute
Der Halbstrauch, der manche Gärten ziert, ist in allen Pflanzenteilen giftig.

Giftige Pflanzen im Garten

Alpenveilchen
Das Alpenveilchen ist in unseren Breiten eher als Zimmerpflanze bekannt. Mittlerweile ist die Pflanze aber zunehmend auch in Gärten zu finden. Nicht nur die Blätter, sondern auch die Wurzeln der Pflanze sind giftig.

Buchsbaum
Der Buchsbaum, der in vielen Gärten als Beetumrandung dient, ist in allen Pflanzenteilen giftig.

Efeu
Alle Pflanzenteile, besonders aber die Früchte, dieser immergrünen Kletterpflanze sind giftig. Efeu begrünt nicht nur Hauswände, sondern ist auch in Parkanlagen und Wäldern zu finden.

Eibe
Der immergrüne Nadelbaum mit seinen roten Früchten ziert nicht nur Parkanlagen, sondern auch Gärten. Alle Pflanzenteile sind giftig. Eine Ausnahme bilden bei der Eibe die roten Samenmäntel – die sind nicht giftig.

Kirschlorbeer
Der Kirschlorbeer, der sich einer großen Beliebtheit in unseren Gärten erfreut, gehört ebenfalls zu den giftigen Pflanzen. Besonders die Samen, aber auch die Blätter sind giftig.

Maiglöckchen
Im Mai betört das duftende Maiglöckchen mit seinen weißen Blüten. Aber alle Pflanzenteile, insbesondere die Blüten und roten Beeren, sind giftig. Maiglöckchen trifft man im Garten oder als Bodendecker in Wäldern an.

Oleander
In unseren Breiten verschönert der Busch als Kübelpflanze den Balkon oder die Terrasse. Alle Pflanzenteile des immergrünen Oleanders sind giftig.

Rittersporn
Alle Pflanzenteile dieser beliebten Staude sind giftig. In vielen Gärten sind ab Juni die blauen Blüten dieser Pflanze zu bewundern.

Stark giftige Pflanzen im Garten

Aronstab
Der Aronstab ist besonders an schattigen Stellen, wie es in Wäldern der Fall ist, anzutreffen. Aber auch in manchen Schatten-Gärten findet sich die Pflanze. Giftig sind an ihm alle Teile.

Bilsenkraut
Zumeist ist das Bilsenkraut an Feldrändern zu finden, wird aber auch gerne im Garten kultiviert. Alle Pflanzenteile, besonders aber die Samen und Blätter, sind sehr giftig.

Christrose
Die zwischen Dezember bis März blühende Christrose ziert viele Gärten und Vorgärten. Alle Pflanzenteile sind giftig.

Einbeere
Die Einbeere ist zwar eher selten im Garten anzutreffen, dafür häufiger in Wäldern. Die gesamte Pflanze ist giftig, ganz besonders aber die Beeren.

Eisenhut
Der im Juni bis August blau blühende Eisenhut ist vermutlich die giftigste Pflanze in Europa. Alle Pflanzenteile, besonders die Samen und Wurzeln, sind außerordentlich giftig. Ziehen Sie immer Handschuhe an, falls Sie, aus welchem Grund auch immer, den Eisenhut berühren müssen. Denn selbst eine leichte Berührung kann bereits eine Vergiftung zur Folge haben! Der Eisenhut ist nicht nur in Gärten zu finden, sondern auch in Gebirgswäldern oder an Bachufern.

Engelstrompete
Als Kübelpflanze ziert die Engelstrompete mit den trompetentrichterförmigen Blüten den Balkon oder die Terrasse. Allerdings sind alle Teile der beliebten Pflanze stark giftig.

Fingerhut
Alle Teile der zweijährigen Pflanze sind sehr giftig. Nicht nur in Gärten ist der Fingerhut anzutreffen, sondern auch in lichten Wäldern.

Gartenbohne
Die Gartenbohne ist vermutlich in fast jedem Nutzgarten zu finden. Dennoch ist sie in rohem Zustand giftig und sollte deshalb nur gar verzehrt werden.

Goldregen
Der goldgelb blühende Zierstrauch ist in vielen Gärten und Parkanlagen zu bewundern. Alle Pflanzenteile des Goldregens sind giftig, insbesondere die an Bohnen erinnernden Schoten.

Herbstzeitlose
Im Herbst sind die lilafarbenen Blüten dieser Knollenpflanze in Gärten und feuchten Wiesen schön anzuschauen. Aber die gesamte Pflanze ist sehr giftig, besonders die Knolle und die Samen.

Hundspetersilie
Vielfach wird die krause Petersilie im Garten mit der sehr giftigen Hundspetersilie verwechselt, bei der alle Pflanzteile sehr giftig sind.

Lebensbaum/Thuja
Der immergrüne Lebensbaum, der sehr gerne als Hecke den Garten vor neugierigen Blicken schützt, ist ebenfalls giftig. Die Zweigspitzen, das Holz und die Zapfen sind die giftigen Teile der Pflanzen.

Seidelbast
Der kleine Strauch, der ab Februar rote Blüten trägt, ziert nicht nur Gärten, sondern auch schattige und feuchte Wälder. Alle Pflanzenteile sind giftig, besonders aber die Rinde, die Samen sowie die Beeren.

Stechapfel
Der Stechapfel ist eher selten im Garten anzutreffen, dafür aber an Wegrändern oder auch auf Schuttplätzen. Alle Pflanzenteile sind giftig, ganz besonders die Samen.

Tollkirsche
Die Tollkirsche mit ihren kirschgroßen Beeren ist vielfach an Waldrändern anzutreffen. Die gesamte Pflanze ist giftig. Die häufigste Vergiftung mit der Tollkirsche entsteht durch den Verzehr der schwarzen Beeren.

Wunderbaum
Der bei uns einjährig kultivierte Wunderbaum ist als Zierpflanze in vielen Sommerblumenbeeten anzutreffen. Giftig sind die Samen dieser Pflanze.

Vergiftungen/Giftnotruf

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Vergiftungen
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Bild: © Patricia Cale | Dreamstime.com

Kommentare

5 Kommentare zu ‘Giftige Pflanzen im Garten – wenn Schönheiten zur Gefahr werden können

  1. Guten Tag !
    Meine Frage lautet, ist der Flieder giftig??? Wir haben 2 Hunde und seit ca. August fing der Kleinere an mit Durchfall. Mittlerweile steht der andere Hund ihm in nichts nach und hat auch Durchfall. Gestern habe ich aber auch gesehen wie sie Fliederblätter gefuttert haben. Nun die Blätter fallen ja schon seit August und nun kam mir der Gedanke, ob Flieder eine giftige Pflanze ist . Ich weiß nicht mehr an was es sonst liegen könnte.
    Mit freundlichen Gruß
    Ackermann

  2. Wenn ich richtig informiert bin, ist der Flieder tatsächlich giftig für Hunde. Allerdings kann ich Ihnen nicht sagen, in welchem Maße. Daher kann ich Ihnen nur raten, einen Tierarzt aufzusuchen.

  3. Sehr gute Info, Engelstrompeten habe ich schon seit Jahren – eine Wahre Schönheit, aber genau so gifitg!
    Wenn ich meine Engelstrompeten zurückschneide usw trage ich immer Handschuhe und nach der Arbeit immer die Hände gut waschen. Ich liebe Engelstrompeten besonders abends, wenn sie anfangen zu duften.

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