Hyazinthen im Garten

Hyazinthen im Garten – bunte Hingucker im Frühjahr

Bei dem Wort Hyazinthen denken wir zumeist an die vielfarbigen Zwiebelblumen mit ihrem kolbenförmigen Blütenstand, die uns schon von weitem entgegen leuchten. Gemeint ist aber in der Regel die Garten-Hyazinthe (Hyacinthus orientalis), bei der es sich um eine Art der Gattung Hyazinthen (Hyazinthus) handelt. Die übrigens ein Familienmitglied der Spargelgewächse sind.

Bereits ab März, wenn der Winter recht mild ausgefallen ist, bis in den Mai hinein betören uns die Hyazinthen mit ihren teilweise knalligen Farben und ihrem unverkennlichen Duft, den wiederum nicht alle Menschen anziehend finden. Je nach Sorte präsentiert dieses aus Klein- bis Westasien stammende Spargelgewächs beispielsweise blaue, weiße oder pinke Blüten. Die Farben können leuchtend, aber auch dezent ausfallen. Zudem zieren, sortenabhängig, gefüllte oder einfache Blüten diese Zwiebelpflanze.

Besonders gut kommen die Hyazinthen im Frühlingsbeet zur Geltung. Mit anderen Zwiebelblumen, wie den beliebten Tulpen und Narzissen, aber auch Primeln und Violen bilden sie ein harmonisches Arrangement, das in keinem Garten fehlen sollte. Finden Sie nicht auch?

Hübscher, aber giftiger Frühlingsblüher

Hyazinthen holen mit ihren leuchtenden Blütenfarben den Frühling in den Garten. Allerdings sind diese hübschen Zwiebelpflanzen nicht ganz ungefährlich. Ihre Inhaltsstoffe können unsere Haut reizen und sind zudem für einige Tiere giftig. Wenn Sie beispielsweise einen Hund haben sollten, können Sie die Hyazinthen auch in einen Topf pflanzen und diesen dann so platzieren, dass Bello nicht an die Pflanzen kommt.

Sofern Sie häufiger mit der Garten-Hyazinthe in Berührung kommen, ist das Tragen von Handschuhen ratsam, damit es eben nicht zu möglichen Schädigungen der Haut kommt.

Der optimale Standort für Hyazinthen im Garten

Ein sonniges Plätzchen im Garten ist genau richtig für die Hyazinthen. Sie haben keine sonnigen Stellen mehr in den Beeten, da diese schon durch andere Pflanzen belegt sind? Nun, wenn Sie dem Spargelgewächs zumindest ein Plätzchen im Halbschatten bieten können, ist Hyazinthen im Vorgartendas kein Problem. Dunkler sollte der Standort für die Garten-Hyazinthe allerdings nicht gewählt werden.

Das Zwiebelgewächs wünscht sich nicht nur ausreichend Sonne und Licht, sondern auch einen nährstoffreichen und durchlässigen Boden. Denn mit einem schweren Boden, in dem sich die Nässe staut, kann sich die 20 bis 30 Zentimeter hoch werdende Garten-Hyazinthe nicht arrangieren. Permanent nasse „Füße“ führt zum sicheren Ende der Zwiebel und somit der gesamten Pflanze. Sofern Sie nur einen schweren Boden bieten können, ist eine Bodenverbesserung ratsam.

Die ideale Pflege für Hyazinthen

Hyazinthen möchten nicht ersaufen, aber auch nicht verdursten. Gießen Sie lieber mäßig und häufiger als selten und viel.

Großartig düngen brauchen Sie ihre Hyazinthen im Beet nicht. Es ist vollkommen ausreichend, wenn Sie im Herbst die Erde mit reifem Kompost verbessern, sofern die Zwiebeln im Gartenboden verbleiben. Denn die notwendigen Nährstoffe für die kommende Saison produziert die Pflanze quasi ganz alleine. Wie Sie das macht? So wie andere Zwiebelblumen, beispielsweise Tulpen auch – und zwar aus dem eigenen Laub. Denn das sollten Sie nach der Blüte keinesfalls entfernen. Lediglich die ausgedienten Blütenstände werden entfernt. Nicht aber die glänzend grünen Blätter – auch wenn es bescheiden ausschaut. Das Laub unserer Hyazinthen habe ich erst entfernt, als sich die einzelnen Blätter ohne Widerstand von der in der Erde verbliebenen Zwiebel abziehen ließen.

Die verblühten kolbenförmigen Blütenstände werden entfernt, damit die Pflanze nicht auf die Idee kommt in die Samenproduktion überzugehen. Die Kraft, die die Hyazinthe hierfür aufwenden müsste, sollte sie lieber in die Zwiebel stecken.

Es kann durchaus vorkommen, dass die Garten-Hyazinthe sehr große und schwere Blütenstände ausbildet, die aufgrund des Gewichts der Schwerkraft erliegen. In dem Fall ist es ratsam den Blütenstand vorsichtig zu stützen, damit er nicht abknickt.

Was tun, wenn die Blätter der Hyazinthen getrocknet sind und entfernt wurden?

Sie haben nun zwei Möglichkeiten:

  1. Die Zwiebeln im Boden belassen und im Herbst Kompost aufbringen (treiben im Frühjahr wieder aus) oder
  2. die Zwiebeln ausbuddeln und dunkel sowie trocken bis zum Herbst lagern. Zur Zwiebelpflanzzeit können dann auch die gelagerten Hyazinthen-Zwiebeln wieder in den Boden.

Die zweite Variante hat den Vorteil, dass Sie bereits im Herbst Ihren Garten neu gestalten und die bereits vorhandenen Hyazinthen umpflanzen können. Andernfalls können Sie das Umpflanzen auch in das Frühjahr verlegen. Unsere Garten-Hyazinthen habe ich, als sie einige Zentimeter aus der Erde geschaut haben (es war schon der Blütenstand zu erkennen), ausgegraben und in einen Topf sowie in einen anderen Gartenteil gepflanzt. Sie haben das problemlos überstanden und blühen wunderbar.

Hyazinthen pflanzen und vermehren

Der Herbst ist die klassische Pflanzzeit für verschiedene Zwiebelblumen – ebenso für die Hyazinthen. Damit die Zwiebel von Anfang an mit Nährstoffen versorgt wird (der Wunsch nach nährstoffreicher Erde), können Sie die Pflanzlöcher mit reifem Kompost ausstatten.

Je nachdem, wie groß die Hyazinthen-Zwiebeln geraten sind, werden diese zwischen acht bis 15 Zentimeter tief in die Erde gelegt … mit der Spitze nach oben. Der Pflanzabstand sollte Hyazinthenblütenicht zu klein, aber auch nicht zu groß gewählt werden. Ein guter Abstand sind etwa dreizehn bis fünfzehn Zentimeter.

Besonders hübsch ist die Gruppenpflanzung. Setzen Sie beispielsweise eine ungerade Anzahl von Hyazinthen zusammen. Aufgelockert wird die Pflanzung durch weitere Frühlingsboten wie Narzissen oder verschieden farbige Primeln. Auch Violen sind hübsche Partner, die den Hyazinthen nicht die Schau stehlen. Wenn Sie es so richtig bunt mögen, sind die farbenfrohen Primeln eine gute Wahl. Aber auch mit ihnen lässt sich dezent gestalten – wie wäre eine Arrangement aus weißen Primeln und lachsfarbenen Hyazinthen? Lassen Sie bei der Gestaltung Ihrer Fantasie einfach freien Lauf. Wichtig ist, dass es Ihnen gefällt.

Durch das Teilen der Brutzwiebeln können Sie die Hyazinthen ganz einfach vermehren. Diese setzen Sie dann einfach zur Pflanzzeit in den Boden. Sofern Sie die Hyazinthen nicht dunkel und trocken lagern sondern im Garten belassen, vermehren sie sich im Laufe der Zeit ohne Ihr Zutun.

Das Grauen kommt von unten…

Zwiebelblumen haben nicht nur Staunässe zum Feind, sondern auch Wühlmäuse. Damit die Blumenzwiebeln, ob nun von Hyazinthen oder anderen, nicht angeknabbert werden, können Sie beim Pflanzen gleich einen Wühlmausschutz einbringen.

 

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Bilder: © cane

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