Wildbiene im Insektenhotel

Übernachtung mit Frühstück: das Insektenhotel

Allein schon bei dem Wort „Insekten“ bekommen manche Menschen nervöse Zuckungen. Sie gehören auch dazu und fragen sich, warum Sie ausgerechnet diesem Fluggetier eine First-Class-Behausung anbieten sollen? Ein Insektenhotel kommt Ihnen nicht in den Garten? Sollte es aber! Und das nicht nur in einem naturnahen Garten.

Ist Ihnen in den vergangenen Jahren aufgefallen, dass sich immer weniger Insekten in den Gärten tummeln? Unter genau diesen Insekten befinden sich nicht nur nervige Gesellen, sondern auch nützliche Helfer. Diese Nützlinge halten die unbeliebten und gefräßigen sowie saugenden Gäste in Schach. Und sie können noch etwas: Ihnen eine reiche Ernte bescheren. Sie können sich natürlich die Mühe machen und Ihre Obstbäume selbst bestäuben… Ein Insektenhotel im Garten ist dann wohl doch die bessere Alternative.

Welche Gäste checken im Insektenhotel ein?

Diverse. Florfliegen, verschiedene Wildbienen und Wespenarten, Marien- und Laufkäfer, Schwebfliegen, Ohrwürmer… All diese Insekten nutzen das Insektenhaus als Unterschlupf – besonders im Winter und als Nistplatz.

Wenn Ihr Insektenhotel „ausgebucht“ ist, haben Sie eine ganze Menge zu gucken. Und natürlich Ihre Kinder und Enkel. Für Kids sind solche Erfahrungen spannend und beantworten eine ganze Menge an Fragen. Vielleicht kaufen Sie sich noch zusätzlich ein Buch über Insekten. So können Sie Ihre Gäste bestimmen. Vor allem, wenn seltene und unbekannte Arten bei Ihnen residieren.

Welcher Platz im Garten ist für das Insektenhotel geeignet?

Suchen Sie nicht irgendeinen Platz im Garten für Ihr Insektenhaus aus, sondern den „richtigen“. Und der befindet sich an einer Stelle, die vor Wind und Wetter geschützt ist und zudem nach Möglichkeit vollsonnig ist. Platzieren Sie das Insektenhotel so, dass die offene Seite nach Süden zeigt.

Nicht nur die Ausrichtung und der Standort sind ein wichtiges Kriterium, sondern auch die Befestigung. Bringen Sie das Insektenhaus sicher an, damit es nicht schon bei der ersten Windbö auf dem Boden landet.

Das Insektenhotel einrichten

Fühlen Sie sich nicht auch wohler, wenn Sie herzhaft in einen ungespritzten Apfel beißen? Den Insekten geht es auch nicht anders – verwenden Sie daher ausschließlich unbehandelte Materialien.

InsektenhotelMan mag es nicht glauben, aber auch Insekten haben Ansprüche. Und zwar ganz unterschiedliche. Damit Sie den verschiedenen Insekten möglichst gerecht werden, benötigen Sie diverse Materialien für die Zimmereinrichtung. Rinde, Tonziegel, Bambusstäbe, Stroh, Baumscheiben und und und.

Einige dieser Materialien haben Sie vermutlich nicht selbst zur Hand. Fragen Sie doch einfach mal bei Freunden, Verwandten oder den Nachbarn nach. Vielleicht finden Sie dort eine aushelfende Hand.

Und schauen Sie sich ein paar fertige Insektenhotels an. Dann sehen Sie direkt, welches „Mobiliar“ Sie benötigen oder alternativ verwenden können.

Ein Insektenhotel selbst bauen oder lieber kaufen?

Es bleibt ganz Ihnen überlassen, ob Sie ein Insektenhaus selber bauen oder lieber fertig kaufen möchten. Selbst Hand anlegen ist natürlich immer schöner. Zumal Ihnen die Kids mit glänzenden Augen helfen möchten. Allerdings kommen Sie bei dem Projekt Insektenhotel mit zwei linken Händen nicht ganz so weit.

Vom Prinzip her bauen Sie ein Regal mit Dach. Zur Abtrennung der einzelnen Zimmer können zusätzlich noch vertikale Bretter eingesetzt werden. Beim Einrichten achten Sie darauf, dass sich die schwersten Materialien unten befinden. Und damit sich das Gewicht nicht nur auf einer Seite befindet, wird dieses gleichmäßig verteilt.

Zusätzlich befestigen Sie auf der Vorderseite noch einen verzinkten Kaninchendraht. Denn sobald die Vögel das Insektehotel gesichtet haben, können Sie damit rechnen, dass sie sich über das bequeme Nahrungsangebot hermachen.

Das Insektenhotel ist aufgestellt und die Gäste bleiben aus? Neben den richtigen Materialien benötigen Sie auch eine gehörige Portion Geduld. Es wird sich nicht über Nacht „rumsprechen“, dass Sie unter die Hoteliers gegangen sind.

Schnelles Insektehotel für Ohrenkneifer

Im Nu können Sie eine Behausung für die Ohrenkneifer schaffen. Dazu benötigen Sie lediglich einen Blumentopf aus Ton, Stroh oder Holzwolle, Bindedraht, ein kleines Netz und einen Stock, der etwas größer als der Durchmesser des Abzugslochs im Blumentopf ist.

Nun befestigen Sie die Schnur mittig an dem Stöckchen und ziehen das andere Ende durch das Abzugsloch. Damit kann der Blumentopf hängend befestigt werden. Den Tontopf füllen Sie nun mit dem Stroh oder der Holzwolle auf. Damit sich der Inhalt nicht selbstständig macht, können Sie noch ein Netzt über die Öffnung spannen.

Alternativ können Sie auch einige dünne Ästchen mit einem Draht über der Öffnung anbringen. Diese verhindern ebenfalls die ungewollte Entleerung.

Fertig ist das Insektenhotel für Ohrwürmer, und Sie können die neue Behausung kopfüber in Ihre Bäume hängen.

 

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Bilder: großes Bild: © cane; kleines Bild: © Johanna Mühlbauer – Fotolia.com

Kommentare

4 Kommentare zu ‘Übernachtung mit Frühstück: das Insektenhotel

  1. schnelles Insektenhotel für Ohrenkneifer:
    wichtig ist, dass der Blumentopfrand mit der Rinde in Berührung kommt, damit der Ohrenkneifer hineinkrappeln kann

  2. ein Fester Lehmboden, eine harte Arbeit, aber es ist nicht unmöglich hier Erfolg zu haben sei es im Gemüseanbau, sei es mit Blumen. Meine Frage: welchen Mist sollen wir im Herbst auf den Boden verteilen? Soll der in den Grund verarbeitet werden oder nicht, und noch etwas wie viele cm dürfen wir aufbringen? Was ist zu bevorzugen Kuhmist oder wäre Rossmist zu bevorzugen. Wir haben extremen Lehmboden aber bis jetzt ( 2tes Jahr) recht gute Ernte mit Eisbergsalat, Kopfsalat, Kohlrabi, Pepperoncini, Tomaten und natürlich Lauch, Erdbeeren, fast vergessen die Beete mit den Kartoffeln, die müssen einfach sein, wir hier sagen die Kartoffel ist der Bodendoktor, aber in 2 Jahren Abstand besser sollen 3 Jahre sein. Zwiebeln müssen ebenfalls einen Platz haben. Verrückte Kerle denken schon an den Herbst, aber der Boden ist ein Problemboden, darum diese Ausführungen.
    Gruss Fred

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