Kopfsalat – raus aus dem Beet und direkt auf den Teller

KopfsalatVerschiedene Salate, wie auch der Kopfsalat (Lactuca sativa var. capitata), sind aus dem Gemüsegarten nicht mehr wegzudenken. Denn Salat ist nicht nur lecker und gesund, sondern auch ein recht dekorativer Korbblütler.

In vielen Gärten wurde der Salat gerne in eine Ecke „verbannt“. Eigentlich unnötig, denn der Kopfsalat beansprucht kein eigenes Beet. Zudem kann er wunderbar als Nebenkultur oder auch Lückenfüller angepflanzt werden. Denn seine Kulturdauer ist recht kurz. Und es gibt viele Gemüsesorten, die als gute Nachbarn gelten, sodass der Kopfsalat auch in der Mischkultur seinen berechtigten Platz findet. Mit welchen Gemüsesorten eine gute Nachbarschaft besteht? Nun, da sind unter anderem Buschbohnen, Kohl, Möhren oder auch Radieschen zu nennen.

Inzwischen haben sich in diversen Gärten die Hochbeete etabliert. Kein Wunder, das Gemüse wächst hervorragend und die Gartenarbeit fällt leichter und der Rücken wird geschont. Selbst der Kopfsalat ist ein Kandidat für das Hochbeet. Auch dort wächst und gedeiht der Korbblütler hervorragend.

Und da es verschiedene Kopfsalat-Sorten gibt, können Sie fast das ganze Jahr über ernten. Je nach Sorte können Sie im Frühjahr, Sommer oder auch noch im Herbst knackigen und frischen Kopfsalat aus dem eigenen Garten beziehen.

Bevor Sie nun in heller Vorfreude Saatgut im Fachhandel kaufen oder online bestellen, möchte ich Ihnen die Planung ans Herz legen. Warum? Nun, je nachdem, aus wie vielen Mitgliedern die Familie besteht, bedarf es im Vorfeld der Überlegung, in welchen Mengen Sie den Kopfsalat anbauen. Ist die Menge zu groß, kann es Ihnen passieren, dass die Meute rebelliert. Oder möchten Sie über Wochen hinweg täglich ausschließlich Salat auf dem Teller haben? Damit es nicht soweit kommt, pflanzen Sie nicht zu viel Salat auf einmal an. Lassen Sie lieber etwas Zeit zwischen einer erneuten Pflanzung oder Aussaat vergehen. So haben Sie kontinuierlich immer Salat zur Hand.

Kopfsalat im Garten anbauen und pflegen

Der Kopfsalat möchte im Garten ein sonniges Plätzchen vorfinden. Da der Korbblütler im Schatten keine festen Köpfe ausbildet, ist ein im Hintergrund gewählter und beschatteter Standort eine schlechte Wahl.

Stimmt der Standort, fühlt sich der Salat insbesondere in einem gut durchlüfteten und humosen Erdreich wohl, das auch gerne lehmig sein kann.

Salat gehört zu den Pflanzen, die eine gleichmäßige Wasserversorgung benötigen. Da macht auch der Kopfsalat keine Ausnahme. Achten Sie also darauf, dass der Korbblütler keine Durststrecken erleidet. Damit sich die Feuchtigkeit besser im Boden hält, bietet es sich das Mulchen an. Achten Sie beim Wässern darauf, dass Sie nicht die Blätter und insbesondere nicht die Salatherzen gießen.

Warum es ratsam ist, auf eine gleichmäßige Wasserversorgung zu achten? Sie haben sicherlich schon einmal davon gehört, dass Salat „schießen“ kann. Schuld daran ist nicht nur feuchte Hitze im Sommer, sondern auch Trockenperioden.

Als sogenannter Mittelzehrer benötigt der Kopfsalat immer mal wieder eine Portion Nährstoffe. Im Vorfeld können Sie schon ein wenig Kompost unter die Erde mischen und später ab und an mit Pflanzenjauchen düngen. Beim Düngen der Salatpflanzen heißt die Devise: weniger ist mehr.

Kopfsalat vorziehen, säen und pflanzen

Wie schon erwähnt gibt es verschiedene Kopfsalat-Sorten für die jeweiligen Anbauzeiträume.

Für den frühen Kopfsalat können Sie sich den Februar notieren. In diesem Monat können Sie die frühen Sorten vorziehen. Haben Sie ein Gewächshaus oder ein Frühbeet? Alternativ können Sie auch direkt in diese aussäen. Damit es zur Keimung kommt, sind Temperaturen zwischen zehn bis 16 Grad Celsius notwendig. Höhere Temperaturen, also über 20 Grad Celsius, bewirken das Gegenteil, da solch „hohe“ Temperaturen die Keimung hemmen. Die frühen Sorten können Sie ab März übrigens auch direkt in das Beet beziehungsweise Hochbeet säen, sofern es das Wetter zulässt. Da die Temperaturen in dieser Jahreszeit nicht unbedingt immer ideal sind, ist ein Folien- oder Vliesschutz ratsam.

In den Monaten April bis Juni sind dann die Sommersorten dran, die sogar direkt ins Beet gesät werden können. Oftmals wird zu dicht in Reihe gesät, sodass die Pflänzchen vereinzelt werden müssen. Wie Sie eine zu dichte Aussaat verhindern können? Verwenden Sie für die Reihenaussaat am besten Saatbänder. So haben Sie gleich von Anfang an den richtigen Pflanzabstand.

Die Herbstsorten können etwa von Juli bis Anfang September, abhängig von der jeweiligen Sorte, gesät werden.

Wie sieht der richtige Pflanzabstand aus? Damit sich der Kopfsalat optimal entwickeln kann, empfiehlt sich ein Abstand von mindestens 25 x 25 Zentimeter. Sofern Sie mehr Platz zur Verfügung in Ihrem Gemüsebeet haben, können Sie den Abstand auch auf 30 x 30 Zentimeter vergrößern.

Achten Sie beim Pflanzen nicht nur auf einen ausreichenden Abstand, sondern auch auf die richtige Tiefe. Wichtig ist, dass das Salatherz beim Pflanzen nicht mit Erde bedeckt wird. Ideal ist es, wenn sich der Wurzelhals der Salatpflanze knapp über dem Bodeniveau befindet.

Sortenbeispiele für den Kopfsalat

Verschiedene Sorten sind im Handel erhältlich – beispielsweise ‚Maikönig‘, ‚Dynamite‘, ‚Estelle‘, ‚Fiorella‘, ‚Jiska‘, ‚Osaka‘, ‚Kagraner Sommer‘, ‚Adrienne‘, ‚Edox‘, ‚Sebastiano‘, ‚Merveille des quatres saisons‘, ‚Winter Butterkopf‘.

Krankheiten, Schädlinge und Schneckenplage

Es kann immer mal wieder vorkommen, dass sich Blattläuse einfinden oder der Kopfsalat vom Falschen Mehltau befallen wird. Resistente Sorten, wie beispielsweise ‚Dynamite‘ können einem Befall vorbeugen.

Während Blattläuse und Falscher Mehltau den Kopfsalat befallen können, sorgen andere Gesellen dafür, dass es gar nicht erst zur Ernte kommt. Erdraupen, Drahtwürmer und Wurzelläuse fressen oder saugen und bringen damit den Salatkopf zum Absterben.

Und nicht nur uns schmeckt der Kopfsalat hervorragend, sondern auch den Schnecken. Insbesondere die jungen Salatpflanzen stehen bei den Gastropoden hoch im Kurs. Diese können Sie entweder selbst absammeln oder einen Schneckenzaun anbringen. Auch ein Salatkragen kann die Schnecken davon abhalten, dass sie sich über Ihren Kopfsalat hermachen.

Kopfsalat ernten

Was ist das Schönste am Gemüseanbau? Richtig, die Ernte. Und da der Kopfsalat keine sonderlich lange Kulturzeit hat, können Sie bereits nach etwa fünf Wochen den ersten Salat ernten. Kopfsalat benötigt etwa fünf bis sieben Wochen, bis er ausgewachsen ist.

Schneiden Sie den Kopf zusammen mit dem Strunk knapp über den Boden ab. Nun ab in die Küche und den Kopfsalat zubereiten. Guten Appetit!

 

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Bild: © M. Schuppich – Fotolia.com

Kommentare

2 Kommentare zu ‘Kopfsalat – raus aus dem Beet und direkt auf den Teller

  1. Hallo,

    habt Ihr ein Photo wie ein blühender KOPFSALAT (unbedingt der Kopfsalat interessiert mich) aussieht, sowie des weiteren ein Photo mit den Samen die noch am Kopfsalat sind?

    Freue mich auf eine antwort!

    Einen schönen Abend noch!
    pody

  2. Hallo Pody,
    entsprechende Fotos haben wir leider nicht! Vielleicht bieten Bilddatenbänke solche Bilder an.

    Viele Grüße, cane

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