Clematisblüten in der Sonne

Krankheiten an der Clematis

Die Clematis, auch Waldrebe genannt, ist in zahlreichen Gärten zu finden. Sie ist durch ihre vielfältigen, oft tellergroßen Blüten, ein echtes Highlight. Manche Sorten werden mehrere Meter hoch und können so dem Garten einen eigenen Stempel aufdrücken. Wären da nicht diverse Krankheiten, die dafür sorgen können, dass die Pflanze nicht nur ihre ganze Schönheit verliert, sondern auf Dauer auch daran stirbt. Doch wer ein paar Pflegetipps beachtet und sich um seine Pflanzen kümmert, der wird Krankheiten an der Clematis schnell erkennen und kann dadurch rechtzeitig handeln.

Krankheit, die nur die Clematis befällt

In der Pflanzenwelt sind Krankheiten weit verbreitet. Darunter gibt es viele, die mehrere Pflanzen befallen können, aber nur eine, die der Clematis zusetzt. Der Name: Clematiswelke. Hört der Hobbygärtner dieses gefürchtete Wort, wird ihm vermutlich ganz anders, denn diese Krankheit kann dazu führen, dass seine geliebte Kletterpflanze dem Untergang geweiht ist. Damit es gar nicht erst so weit kommt, hier einige Tipps.

Den Namen hat die Clematiswelke von den Ursachen, die diese Pilzerkrankung, auch Phoma genannt, hervorruft. Aufgrund der Verstopfung von Leitungsbahnen werden die Blätter braun und welken. Dadurch können nicht nur ganze Pflanzenteile absterben, sondern die gesamte Blume in Mitleidenschaft gezogen werden – und das in kürzester Zeit. Wer also braune Blätter an seiner Waldrebe entdeckt, der sollte so schnell wie möglich handeln.

Was aber ist die Ursache dieser Erkrankung? Nun, das ist in diesem Fall nicht so einfach zu bestimmen. Hier müssen mehrere der folgenden Faktoren zusammenkommen, damit sich der Pilz ausbreiten kann:

  • Die Clematis wird zu feucht gehalten.
  • Die Temperaturen liegen über 20 Grad.
  • Regenwasser benetzt die Blätter der Pflanze.
  • Nächte, die neblig und feucht sind.
  • Kleine Wunden an der Clematis.

An diesen Kriterien sehen Sie schon, dass man meistens gar nichts dagegen tun kann, um die Clematiswelke zu vermeiden. Einzig die Feuchtigkeit der Erde violette Clematiskann durch Schutz entsprechend reguliert werden. Daher sollte die Clematis immer geschützt gepflanzt werden.

Eine regelmäßige Kontrolle der Pflanze ist unvermeidlich, damit die Clematiswelke schon im Frühstadium erkannt wird. Sofern Sie braune Blätter finden, entfernen Sie diese sofort. Sollten bereits größere Pflanzteile von der Welke betroffen sein, hilft alles nichts, dann müssen Sie die Clematis radikal zurückschneiden. Im schlimmsten Fall bis zur Basis, also knapp über der Erde. Wenn die Wurzeln bereits befallen sind, wird die Pflanze nicht mehr austreiben, sofern aber noch alles in Ordnung ist, müssen Sie ein wenig Geduld mitbringen, denn dann wird Ihre Clematis wieder wachsen. Das kann – je nach Planzentyp – mehrere Monate bis Jahre dauern.

Mehltau und Grauschimmel

Anders als bei der Clematiswelke können Sie bei Mehltau und Grauschimmel vorbeugend aktiv werden und die
Krankheiten bekämpfen.

Echter oder Falscher Mehltau:

  • Zeigt sich als weiß-grauer Belag auf Blättern, Stängeln und auch Blüten oder Knospen. Der Flasche Mehltau zeigt sich nur auf der Unterseite von Blättern.
  • Ursachen sind hohe Luftfeuchte und warme Temperaturen.
  • Auch andere Pflanzen in unmittelbarer Umgebung der Clematis können für den Mehltaubefall verantwortlich sein.
  • Damit Mehltau die Pflanze erst gar nicht befällt, können Sie direkt neben die Clematis Knoblauch, Schnittlauch oder Kerbel pflanzen.
  • Wurde Mehltau an der Clematis festgestellt, dann sprühen Sie die gesamte Pflanze mit Milch oder Molke ein. Ebenfalls hilft ein Gemisch aus Wasser, Rapsöl und Backpulver. Auf einen Liter Wasser geben Sie 1 Päckchen Backpulver und 1 Esslöffel Rapsöl.

Grauschimmel:

  • Tritt nur dann auf, wenn Sie eine Clematis über den Winter nach drinnen holen.
  • Zeigt sich als grauer Teppich auf Blättern und Blüten.
  • Steht die Clematis zu nass und bleibt die Luftzirkulation aus, kann sich Grauschimmel entwickeln.
  • Die befallenen Stellen so schnell wie möglich entfernen. Ist die gesamte Pflanze von Grauschimmel befallen, dann ist die Pflanze nicht mehr zu retten.

Tipps für einen guten Standort

Die Clematis ist im Ursprung eine Waldrebe, was heißt, dass sie Schatten mag. Aufgrund von Züchtungen fühlen sich viele Pflanzen aber auch in der Sonne wohl. Damit es im Garten nicht zu Krankheiten kommt und Sie lange Freude an ihrer Clematis haben, noch ein paar Tipps für einen guten Standort:

  1. Die Clematis nicht direkter Sonne aussetzen, hier könnten sonst Brennflecken entstehen.
  2. Schützen Sie die Basis der Pflanze, indem Sie die Erde abdecken, beispielsweise mit Steinen. Auch möglich ist das Pflanzen von Bodendeckern.
  3. Eine Clematis braucht Platz, deswegen sollten sie genügend Abstand zu anderen Pflanzen halten.
  4. Am wohlsten fühlt sich eine Clematis, wenn sie im Halbschatten steht.
  5. Geben Sie der Kletterpflanze ausreichend Möglichkeit, sich zu entfalten. Ideal sind Rankgitter, Zäune oder auch das Pflanzen unter einem Baum. Hier kann sich die Clematis den Stamm hochhangeln. Achtung: Manche Pflanzen werden bis zu 10 Meter hoch!

Diese Maßnahmen schützen die Clematis natürlich auch vor Krankheiten. Denn die Pflanze ist relativ anfällig und sollte einen guten Standort und eine gute Pflege erhalten. Und nicht vergessen: Regelmäßige Kontrolle schützt ebenfalls!

 

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Bilder: © cane

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