Mischkultur: Verschiedene Gemüsesorten und ihre Nährstoffansprüche

Wenn Sie sich in Ihrem Gemüsegarten für die Mischkultur entschieden haben, ist es nicht nur gut zu wissen, welche Gemüsesorten sich untereinander vertragen, sondern auch, wie groß der jeweilige Nährstoffanspruch ist. Bei der Einteilung Gemüse Mischkulturanhand der Nährstoffansprüche – unterschieden werden Stark-, Mittel- und Schwachzehrer – wird hauptsächlich der Bedarf an Stickstoff in Betracht gezogen. Diese Einteilung ist hilfreich für Sie, um die Fruchtfolge der Gemüsesorten zu planen.

Schwachzehrer sind außerordentlich bescheiden. Zu ihnen gehören unter anderem verschiedene Kräuter, die in der freien Natur auf eher mageren und kargen Böden wachsen. Sie können die Schwachzehrer, wenn Bedarf besteht, mit ein wenig Kompost oder organischem Dünger düngen. Diese Pflanzen entnehmen der Umgebung nur geringe Mengen an Nährstoffen und kommen mit dem aus, was die Mittel- und Starkzehrer dem Boden nicht entzogen haben.

Die Mittelzehrer, auch Mittelstarkzehrer, stehen bezüglich ihrer Nährstoffansprüche zwischen den Schwach- und Starkzehrern. Ihre Beete können Sie im Herbst mit Kompost versorgen. Zusätzlich können Sie noch eine Gründüngung säen. Im darauf folgenden Frühjahr können Sie zudem noch organischen Dünger geben. Befinden sich die Pflanzen im Wachstum, können Sie mit Jauche, wie beispielsweise die Brennnesseljauche, oder organischem Dünger den Boden mit notwendigen Nährstoffen anreichern.

Die Starkzehrer benötigen recht viel Nahrung. Aus diesem Grund sollte der Boden ausreichend mit Nährstoffen angereichert sein. Bereits im Herbst können Sie diesen mit Kompost und organischem Dünger versehen. Zusätzlich können Sie nach etwa 14 Tagen Gründünger aussäen – so werden die Nährstoffe durch den Regen nicht ausgewaschen. Im folgenden Frühjahr arbeiten Sie den Gründünger dann unter. Wie auch die Mittelzehrer benötigen die Starkzehrer während des Wachstums eine zusätzliche Gabe von Nährstoffen – beispielsweise ebenfalls mit Brennnesseljauche.

Schwachzehrer

Buschbohnen, Erbsen, Erdbeeren, Feldsalat, Kräuter, Kresse, Puffbohnen, Radieschen, Sommer- und Winterportulak

Mittelzehrer

Endivien, Fenchel, Knoblauch, Kohlrabi, Mangold, Möhren, Neuseeländer Spinat, Paprika, Porree, Rettich, Rote Bete, Salat, Schwarzwurzeln, Spinat, Stangenbohnen, Zwiebeln

Starkzehrer

Auberginen, Blumenkohl, Brokkoli, Chinakohl, Gurken, Kartoffeln, Kohl, Kürbis, Lauch, Melonen, Rhabarber, Rosenkohl, Sellerie, Tomaten, Wirsing, Zucchini

 

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Bild: © Mashe | Dreamstime.com

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Kommentare

4 Kommentare zu ‘Mischkultur: Verschiedene Gemüsesorten und ihre Nährstoffansprüche

  1. Hallo, ich bin gerade am Verzweifeln bezüglich der Fruchtfolge. Ich finde Erdbeeren im Internet bzw. Büchern meist bei den Starkzehrern, Gurken auch bei den Mittelzehrern. Ich möchte Gurken, Tomaten und Erdbeeren als Hauptkulturen ernten. Mir stehen zwei Hochbeete (bisher jeweils im zweijährigen Wechsel mit Erdbeeren plus Knoblauch und Gurken samt Dill bebaut) , eines der normalen Beete mit Tomaten, das andere im vorigen Jahr mit Kartoffeln zur Verfügung.. Was kann ich nun tun? Die Erdbeeren will ich nach der Ernte rausmachen (stehen zwei Jahre). was kann ich auf das Gurkenbeet pflanzen, Schwachzehrer wie Bohnen? wir haben allerdings im Herbst etwas gut abgelagerten Kaninchenmist eingearbeitet. Wie lange kann ich Tomaten am selben Standort stehen lassen? Und was passt als Nachfolge aufs frühere Kartoffelbeet? Unser Platz ist mini, ein Beet ist Himbeeren vorbehalten, eines dem Rhabarber, dort stehen jetzt noch Kohlrabi. Für Tipps bin ich dankbar.

  2. Hallo Annett,
    unter dem Artikel findest du Links zu weiterführenden Artikeln auf unserer Seite – unter anderem auch zur Fruchtfolge 🙂 Ich hoffe, dass dir die Listen helfen können.
    Viele Grüße, Carola

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