Die Pergola und ihr Weg in unsere Gärten

Ist in unseren Gärten eine Überdachung zu finden, die auf Säulen steht, ist oft von einer Pergola die Rede. Vor allem dann, wenn daran noch etwas hochrankt. Diese Definition stimmt so allerdings nicht. Wir wollen ein bisschen Licht ins Dunkel bringen und Ihnen die Geschichte der Pergola ein wenig näher bringen.

Man muss nämlich durchaus zwischen einer Laube und einer Pergola unterscheiden. Lauben stehen immer frei, während eine Pergola immer an ein Bauwerk angrenzt. Ursprünglich war es nur der Bereich zwischen Haus und Terrasse, der als Pfeiler- oder Säulengang konzipiert und Pergola genannt wurde. Wenn Sie also eine Terrasse mit einem entsprechenden Gestell haben und dieses als Sonnenschutz bewachsen lassen, handelt es sich nicht um eine Pergola, sondern um eine Laube. Aber genug der Wortspiele.

Die Pergola damals und heute

Zum ersten Mal taucht die Pergola in der Geschichte in der Antike auf. Damals verzierte man ja gerne seine Villen und so war die Pergola ein dankbares Stilelement. Dann gab es eine Zeit, in der sie kaum mehr Beachtung fand, ehe man sie in der Renaissance wiederentdeckte. Nicht Pergola– so wie heute überwiegend – als Sonnenschutz, sondern eher als klassisches Element, vor allem in Ziergärten.

Die ursprüngliche Pergola bestand aus wetterfestem Holz. Ein Dach ist nur angedeutet, es gibt also keine komplette Dachfläche, die etwa vor Regen oder Unwetter schützt. Stattdessen sind als Dach längs und quer verlaufende Holzbalken zu finden. Um dennoch einen Schutz, vor allem vor der Sonne, zu haben, ließ man Kletterpflanzen an den Pergolen emporranken. Dazu gehören zum Beispiel der Blau- oder Goldregen, die Prachtwinden, Weinreben, Hopfen oder auch Efeu. Je nach Größe der Pergola kann man heute auch einjährige Pflanzen nehmen, die schnell wachsen und in wenigen Wochen die Pergola erobert haben. Ansonsten sind mehrjährige Pflanzen ideal. Auch wenn das Material heute noch immer aus Holz besteht, kann eine Pergola ebenso gut aus Metall, Stein oder Kunststoff hergestellt sein.

Pergola selber bauen

Wie alles im Garten, so können Sie natürlich auch eine Pergola selber bauen. Wichtig ist, dass Sie ein stabiles Fundament haben, damit die Pergola nicht beim ersten Windhauch schon umgeweht wird. Auch sollte das Material witterungsfest sein, denn gerade wenn eine Pergola mit Kletterpflanzen berankt wird, können Sie diese nicht jedes Jahr neu streichen. Im Fachhandel gibt es ausreichend Material, um eine Pergola selber zu bauen. Wenn Sie nicht gerade zwei linke Hände haben, sollte Ihnen das auch gelingen.

 

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Bild: © spritz77 – Fotolia.com

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