Pflanzen vermehren – Nachwuchs im Garten

Lust auf einen „Kinder-Garten“? Wir wäre es dann, wenn Sie für Nachwuchs sorgen? Was gibt es Schöneres für einen Hobbygärtner, wenn er schöne Pflanzen selbst vermehren kann? Na klar, weniger Arbeit hat man mit dem Kaufen von Pflanzen im Garten vermehrenBlumen, aber stolzer macht es einen, wenn man selbst Hand anlegt. Wer Pflanzen vermehren möchte, der hat dabei mehrere Möglichkeiten, die wir gerne aufzeigen wollen.

Die Vermehrung durch Samen

Einfacher geht es wohl nicht mehr. Jede Pflanze, die Samen hat, kann so auch vermehrt werden. Manche tun dies automatisch, da wird der Samen durch den Wind verteilt und es wachsen plötzlich viele Blumen an Stellen, an denen man sie gar nicht gepflanzt hat. Typisch beispielsweise für Akeleien und auch Vergissmeinnicht. Dann kann man die Samen aber auch selbst sammeln oder im Geschäft in kleinen Tüten kaufen. So lassen sich alle Arten von Blumen, wie Sonnenblume, Studentenblume, Lupine oder auch Ringelblume vermehren. Sehr schön sind auch Samenmischungen, aus denen man einen regelrechten Bauerngarten zaubern kann. Die Handhabung ist denkbar einfach. Die Samen werden in ein Loch in der Erde gesteckt, das dann wieder mit Erde bedeckt wird. Danach immer feucht halten. Vorziehen kann man die Blumen auch in spezieller Anzuchterde, das muss aber gerade bei Gartenblumen nicht sein.

Die Vermehrung durch Stecklinge

Wenn die Vermehrung durch Stecklinge forciert werden soll, dann wird von der entsprechenden Pflanze eine Triebspitze abgeschnitten. An ihr sollten sich vier bis fünf Blätter befinden. Dieser Trieb ist ideal, wenn er eine Länge von 15 bis 20 Zentimetern hat. Nun wird er in Anzuchterde gesteckt und immer gut feucht gehalten. Nach einigen Wochen haben sich Wurzeln gebildet und die Pflanze fängt an zu treiben. Beste Ergebnisse erhält man, wenn man die Stecklinge im Gewächshaus oder auf der Fensterbank vorzieht, und erst wenn sie kräftig genug sind nach draußen bringt.

Die Vermehrung durch Teilung

Manche Pflanzen lassen sich auch Vermehren, indem man sie zerschneidet. Dazu gehören zum Beispiel Pfingstrosen, Dahlien und auch Lilien. Hier ist darauf zu achten, dass die Pflanze bereits groß und kräftig ist, wodurch sich bereits ein großer Wurzelballen gebildet hat. Geteilt wird in der Regel mit einer Gartenschere, bei manchen Pflanzen muss man auch eine Säge zur Hand nehmen. Achten Sie darauf, dass die Teile, die sie am Ende erhalten, mindestens vier bis fünf Knospen haben. Wer mit einem Wundverschluss arbeitet stellt sicher, dass die Pflanzen nicht faulen. Die geteilte Pflanze nun wieder in die Erde setzen.

Die Vermehrung durch Ableger

Manche Pflanzen lassen sich durch sogenannte Ableger vermehren. Dabei wird ein Trieb genommen, der allerdings an der Pflanze verbleibt und in einen separaten Topf mit Anzuchterde umgeleitet wird. Ein Teil davon wird mit Erde bedeckt und fixiert. Immer gut gießen und den Trieb am besten über dem Winter an der Mutterpflanze belassen. Danach kann er abgeschnitten werden, denn nun haben sich ausreichend Wurzeln gebildet. Diese Möglichkeit wendet man vor allem bei der Vermehrung von Clematis und auch bei Farnen an.

Die Vermehrung durch Ausläufer

Manche Pflanzen vermehren sich sogar selbst. Dazu bilden sie Ausläufer, sogenannte Stolonen. Diese bilden eigenständig Wurzeln, woraus neue Pflanzen entstehen. Vor allem bei Erdbeeren ist diese Art der Vermehrung zu beobachten. Die Triebe werden nach dem Anwachsen, wie bei den Ablegern, von der Mutterpflanze getrennt.

 

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Bild: © Dewitt | istockphoto.com

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