Dank Rankhilfe hoch hinaus

Es gibt zahlreiche Pflanzen, die begnügen sich nicht damit, einfach aus dem Boden zu wachsen und dabei schön auszusehen. Wer Kletterpflanzen im Garten beheimatet, der braucht eine Rankhilfe, damit diese Pflanzen sich umfassend entfalten können. Sieht man sich mal um, dann stellt man fest, dass es ganz unterschiedliche Rankhilfen gibt. Für jeden ist etwas dabei, doch aufgemerkt! Es geht hier nicht etwa nur darum, sich Rankhilfen zu holen, die einem besonders gut gefallen, sondern auch welche, die für die jeweilige Pflanze geeignet ist und die noch dazu optisch und vom Platz her in den Garten passt. Deswegen lassen Sie uns heute mal die unterschiedlichen Rankhilfen betrachten.

Rankhilfe: Welche gibt es, welche brauche ich?

Kletterpflanzen wachsen mal sehr üppig, wie beispielsweise der Blauregen, der Hopfen oder der Wilde Wein, andere sind weniger buschig, wie zum Beispiel die Clematis oder die Passionsblume. Dann gibt es Pflanzen, die klammern sich förmlich fest, wie etwa der Efeu, dieser kann sich also auch ohne Hilfe eine Wand hochhangeln, andere schlingen sich um Rankhilfen, wie die Ackerwinde und wieder andere muss man etwas unterstützen, indem man sie festbindet. Darunter fallen z. B. die Kletterrosen oder die Brombeere.

Mit diesem Wissen können Sie sich schon mal nach entsprechenden Rankhilfen umschauen. Dazu kommt die Frage, ob Sie lieber welche aus Holz möchten, aus Kunststoff oder aus Metall. Ach ja, und selber machen können Sie solche Kletterhilfen natürlich auch. Aber jetzt sehen wir uns erst mal an, welche verschiedenen Möglichkeiten es denn gibt.

Die passende Rankhilfe finden

  • Rankgitter
    Diese Kletterhilfen sind sehr flexibel und nahezu überall einsetzbar. Ob das Rankgitter an der Hauswand oder einer Mauer befestigt wird, an Terrassenbalken, direkt an Blumenkästen oder auch freistehend im Garten ist eigentlich vollkommen egal. Positiver Nebeneffekt: Bei buschigen Kletterpflanzen entsteht so ein natürlicher Sichtschutz.
  • Rankbogen
    Ein Rankbogen wird auch gerne als Rosenbogen bezeichnet. Eben weil man daran sehr oft Kletterrosen emporranken lässt. Diese Bögen gibt es aber nicht nur im gebogenen Zustand, sondern auch als ungebogene, also als eckige Variante. Sie werden sehr gerne als „Eingang“ in einen anderen Bereich des Gartens angebracht, quasi als optische Trennung, aber auch am Zaunrand oder direkt an der Terrasse sind solche Rankbögen gerne gesehen.
  • Ranksäulen
    Wer in seinen Garten verschiedene geometrische Elemente integrieren will, kommt an der Ranksäule wohl nicht vorbei. Wie der Name schon sagt ist es eine Säule, die ganz unterschiedliche Höhen haben kann. Sie ist oben so breit wie unten und kann überall im Garten angebracht werden. Auch sie ist ein optischer Trenner von verschiedenen Gartenbereichen, kommt aber auch als separates Element fungieren.
  • Rankobelisk
    Beim Rankobelisken handelt es sich um eine Ranksäule, die oben spitz zuläuft. Sie kann eckig, aber auch rund sein, wir ebenso wie die Säule im Garten angebracht und fest im Boden verankert. Kletterpflanzen, die unten sehr üppig wachsen und nach oben hin lichter werden, fühlen sich hier besonders wohl.
  • Spalier
    Normalerweise wird ein Spalier für Spalierobst verwendet – daher auch der Name. Es besteht aus einer Rankhilfe, die entweder direkt an einer Wand oder einem Zaun angebracht wird, oder auch frei im Garten zu finden ist. Da es waagrechte und senkrechte, oft auch diagonal angebrachte Verzweigungen gibt, kann man Kletterpflanzen hier dahin dirigieren, wo sie wachsen sollen.
  • Zierspalier
    Das Zierspalier kann man mit Rankgittern vergleichen. Es ist meist aus Metall gefertigt, ist nicht allzu breit und kann sowohl in Blumenkästen, wie auch in Beete verankert werden, indem man es einfach in die Erde steckt. Auch verzierte Säulen und Bögen werden als Zierspalier bezeichnet.
  • Scherengitter
    Diese Rankhilfe findet man oft als Schutz vor Fenstern oder Türen, die sich im Erdgeschoss befinden. Sie lassen sich durch die diagonale Verarbeitung zusammen- und auseinanderziehen. Neben dem gerade genannten Einsatz gibt es auch die Varianten für den Garten. Kletterpflanzen hangeln sich dabei meist an Scherengittern aus Holz nach oben.

Rankhilfe selber machen

Selbst sind der Gärtner und die Gärtnerin. Wer einen grünen Daumen hat, hat vielleicht auch nicht unbedingt zwei linke Hände und versucht sich daher im Basteln von diversen Dingen. So auch von Rankhilfen, die gar nicht so schwer herzustellen sind.

Am einfachsten sind Rankhilfen beim Selbermachen aus Holz zu verarbeiten. Je nach der Ausführung sollte man sich Holzbretter holen, die nicht zu dünn sind, damit das Ganze auch entsprechenden Halt hat und nicht beim ersten Windstoß umgeweht wird. Auch haben Kletterpflanzen ein Eigengewicht, sodass die Rankhilfe stabil gebaut sein sollte. Dies wird mit Nägeln oder besser mit Schrauben und eventuell mit Winkeln bewerkstelligt. Der Vorteil beim Selberbauen ist, dass man seine Rankhilfe so gestalten kann, wie man möchte. Man ist also nicht an Vorgaben gebunden. Wie wäre es mal mit einem Rankwürfel? Oder Sie schaffen ganz andere Objekte? Da können Sie sich mal so richtig austoben.

Rankhilfen aus Metall oder Kunststoff sind zwar witterungsbeständiger, dafür aber schwerer zum Zusammenbauen. Holz lässt sich nun mal einfacher bearbeiten. Denken Sie daran, dass – gerade bei mehrjährigen Kletterpflanzen – die Rankhilfen auch lange halten sollten. Wäre doch schade, wenn sie nach einem Sommer schon in sich zusammenfallen würden, oder? Wenn Sie Holz verwenden, dieses am besten imprägnieren, sodass Regen, Kälte und Hitze dem Holz weniger ausmachen. So, und nun sind Sie dran!

 

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