Dreimasterblume

Dreimasterblume – die ideale Staude für den Teichrand

Denken Sie bei dem Namen Dreimasterblume (Tradescantia) eher an eine Zimmerpflanze oder an eine Gartenstaude? Nun, beides trifft zu. Allerdings beschränke ich mich hier auf die Gartenstaude, genauer: auf die Hybriden der Andersoniana-Gruppe (Tradescantia Andersoniana-Gruppe, syn. Tradescantia x andersoniana).

Die Tradescantien, Familienmitglieder der Commelinagewächse, sind mit ihren hübschen Blüten ein Blickfang. Nicht nur im Beet, sondern auch – falls vorhanden – am Wasserrand Ihres Gartenteichs kann die Staude ihre dreiteiligen Schalenblüten zur Schau stellen. Sie können sogar zwischen unterschiedlichen Sorten wählen. Je nachdem, welche Blütenfarbe sich am besten in Ihre Gestaltung einfügt. Neben karminroten Blüten, können Sie auch Sorten mit weißen oder rosa Schalenblüten kaufen – selbst blaue bis violette Dreimasterblumen sind zu haben.

Allerdings ist die Blütenpracht der einzelnen Blüten leider nur von kurzer Dauer. Während so manche Pflanzen ihre Blüten über einen längeren Zeitraum präsentieren, sind die einzelnen Blüten der Dreimasterblume lediglich für ein paar Stunden am Tag geöffnet. Mit verschiedenen Pflanzpartnern, wie beispielsweise dem Frauenmantel, können Sie das Gesamtbild abrunden, sodass die 40 bis 60 Zentimeter hoch wachsende Dreimasterblume dennoch gut zur Geltung kommt.

Dreimasterblume – giftig oder ungiftig?

In dieser Hinsicht streiten sich die Gelehrten. Wenn Sie ganz sicher gehen wollen, verzichten Sie einfach auf diese Staude. Schließlich ist das Angebot an Stauden, die sich gerne im Sonnenlicht aalen, sehr groß – Sie werden ganz gewiss eine ungiftige Alternative finden.

Der optimale Standort für die Dreimasterblume im Garten

Die Dreimasterblume fühlt sich nicht nur an einem sonnigen Plätzchen in Ihrem Garten oder am Teichrand wohl, sondern auch im Halbschatten. An beiden Standorten können sich die grasartigen Horste wunderbar entwickeln und die bezaubernden Schalenblüten ausbilden.

Die attraktive Dreimasterblume gehört übrigens zu den Stauden, die sich in einem lehmigen beziehungsweise lehmig-humosen Boden wohlfühlen. Sie müssen also nicht erst den Boden für diese Pflanze verbessern. Wenn der Gartenboden außerdem frisch und nährstoffreich ist, wird sich die frostharte Staude von ihrer besten Seite zeigen.

Die ideale Pflege für die Dreimasterblume

Besonders wohl fühlt sich die Dreimasterblume nicht nur in einem frischen, sondern auch möglichst gleich bleibend feuchten Boden. Feucht, nicht nass, schon gar nicht staunass. Denn permanente Feuchtigkeit im Wurzelbereich behagt der Staude nicht. Ebenso wenig kann sich die Pflanze mit einem zu trockenen Boden arrangieren. Aus dem Grund ist es ratsam, wenn Sie die Staude in trockenen Zeiten durchdringend gießen.

Im Frühling, wenn die Dreimasterblume ihren Austrieb hat, können Sie die Staude mit etwas Kompost verwöhnen. Mehr Dünger benötigt Dreimasterblumedie Pflanze im Jahresverlauf eigentlich nicht. In der Hinsicht können Sie die Staude also vernachlässigen.

Vernachlässigen hingegen sollten Sie nicht den Rückschnitt. Warum Sie der Dreimasterblume mit einer sauberen und scharfen Gartenschere zu Leibe rücken sollten? Nun, mit einem Schnitt nach der Blüte regen Sie zum einen den Zweitflor an, zum anderen verhindern Sie mit dieser Maßnahme die Selbstaussaat. Selbstverständlich können Sie auch einen Teil der Pflanzen stehen lassen, damit sich diese von alleine vermehrt und sich die grasartigen Horste nach und nach ausbreiten.

Die Dreimasterblume vermehren und pflanzen

Sofern Sie die Dreimasterblume nach der Blüte nicht zurückschneiden, können Sie der Pflanze die Vermehrung selbst überlassen. Bleiben die Blüten stehen, kann sich die Staude durch die Selbstaussaat von alleine in Ihrem Garten vermehren.

Wenn Sie die Staude lieber kontrolliert vermehren möchten, können Sie auch im Frühjahr durch eine Teilung für mehrere Pflanzen sorgen. So können Sie dann direkt die geteilten Pflanzen im Garten verteilen. Oder in hübsche Töpfe setzen und bei der nächsten Gelegenheit an Freunde und Nachbarn verschenken. Zu so einem hübschen Mitbringsel wird sicher niemand nein sagen.

Ebenso wie andere Stauden auch, benötigen Dreimasterblumen ausreichend Abstand zur nächsten Pflanze. Da die 40 bis 60 Zentimeter hoch werdende Pflanze auch in die Breite wächst, ist ein Pflanzabstand von 30 bis 40 Zentimeter ratsam. Auch zu anderen Pflanzen. Denn verschiedene Pflanzpartner eignen sich für die Dreimasterblume.

Pflanzen Sie doch beispielsweise ein paar Frauenmantel, Taglilien oder Pfeifengräser neben oder zwischen Dreimaster-Horste. Sie werden überrascht sein, wie gut diese Stauden miteinander harmonieren.

 

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Bilder: großes Bild: © eqroy – Fotolia.com; kleines Bild: © Kalle Kolodziej – Fotolia.com

Kommentare

1 Kommentar zu “Dreimasterblume – die ideale Staude für den Teichrand

  1. Nun, da ich endlich nach langem Suchen weiss, um welches Gewächs es sich handelt dass in meinem Garten die Oberhand gewinnen will, kann ich endlich dagegen vorgehen…Der Vorbesitzer unseres Hauses hat die Pflanze wohl gesetzt. Im ersten Jahr nach dem Kauf des Hauses war in meinem Vorgarten restlos alles überwuchert. Ich habe nur noch ausgegraben und extrem dicke Wurzelballen entfernt. Einige Pflanzen habe ich im Garten verteilt. Das Kraut wuchert wie verrückt! Es scheint sich nicht nur über Samen, sondern auch über Wurzeln zu verbreiten. Im Moment nehme ich hunderte kleiner Ableger weg. Sogar in den Fugen der Steinwege nisten sie sich ein. So schön wie die Planze im jungen Stadium aussieht, so lästig kann sie werden, wenn man ihr nicht rechtzeitig Einhalt gebietet. Es wäre sinnvoll, diese Staude mit einer Rizomensperre einzupflanzen, wenn man anderen Pflanzen noch eine Chance geben will.

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