Rasen vertikutieren: Der Weg zu gesundem Grün

In den meisten Gärten sind nicht nur Beete zu finden, sondern auch Rasenflächen. Vor allem dann, wenn man einen pflegeleichten Garten haben möchte. Dieser Rasen muss nun nicht wie auf dem Golfplatz aussehen und keiner muss diesen mit der Nagelschere bearbeiten. Wer möchte, gerne… Doch auch mit viel Rasen muss hier ab und an Hand angelegt werden. Nicht nur das regelmäßige Mähen ist wichtig, sondern auch das Rasen vertikutieren. Warum, wieso, weshalb – das verraten wir Ihnen!

Warum sollte man vertikutieren?

Auf einer Wiese wachsen nicht nur Gras, sondern auch allerlei Blumen – viele nennen es Unkraut – und Moose. Wenn diese Überhand nehmen, dann sollte man aktiv werden. Hinzu kommt, dass nach jedem Mähen Rasenschnitt auf der Wiese liegen bleibt, der zu Rasenfilz wird und den Boden bedeckt. Dadurch werden dem Gras Licht, Sauerstoff und weitere Nährstoffe genommen, wodurch es im Wachstum gehemmt wird. Die Folge: Weniger Gras, mehr Unkraut und Moose. Auch Rasenflächen, die sich überwiegend im Schatten befinden, sind anfällig. Um dem Gras wieder optimale Bedingungen zu geben, sollten Sie also den Rasen vertikutieren.

Wie wichtig ist der Zeitpunkt?

Viele Hobbygärtner fragen sich: Wann den Rasen vertikutieren? Nun, prinzipiell können Sie die ganze Saison über, also von April bis Ende September vertikutieren. Am sinnvollsten ist es aber, wenn dies zeitig im Frühjahr geschieht. Dazu wird der Rasen zuerst gedüngt und anschließend das erste Mal gemäht. Nun braucht er rund zwei Wochen, um die Nährstoffe aufzunehmen. Danach wird das Gras noch einmal gemäht, hierbei sollte es auf eine Länge von rund zwei Zentimetern gekürzt werden. Jetzt können Sie den Vertikutierer hervorholen und loslegen. Danach den Rasen am besten nicht zu stark belasten, um ihm die Möglichkeit der Regeneration zu geben. Sie werden schon nach wenigen Wochen bemerken, dass die Rasenfläche wieder viel dichter wird, als das vorher der Fall war.

Was passiert beim Vertikutieren?

Je nach Größe der Rasenfläche können Sie einen Benzin-Vertikutierer, einen Elektro-Vertikutierer oder ein mechanisches Gerät verwenden. Letzteres ist nur für kleine Flächen geeignet, da man hier viel Muskelkraft braucht. Beim Rasen vertikutieren ritzen kleine, drehbare Messer in kurzen Abständen den Boden auf, entfernen dabei Rasenfilz, Moos und Unkraut und sorgen so für eine gute Durchlüftung des Bodens. Rasen vertikutierenDie herausgelösten Pflanzenteile müssen – sofern das der Vertikutierer nicht von sich aus macht – anschließend vom Rasen entfernt werden.

Vertikutiert werden sollte der Rasen immer nur dann, wenn der Boden trocken ist. Ganz wichtig ist die Höhe der Messer, die sich einstellen lässt. Der Boden sollte nicht mehr als drei Millimeter eingeritzt werden, da sonst das Gras Schaden nehmen könnte. Arbeiten Sie gleichmäßig und bleiben Sie nicht zu lange an einem Ort stehen. Auch nicht mehrmals über eine bearbeitete Fläche vertikutieren. Das alles könnte dem Gras mehr schaden als nützen. Zum Schluss können Sie noch eine Schicht Bausand aufbringen, was vor allem bei schweren Böden für eine bessere Belüftung sorgt.

 

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Bild: © Marco2811 – Fotolia.com

Kommentare

4 Kommentare zu ‘Rasen vertikutieren: Der Weg zu gesundem Grün

  1. Hallo Freunde,
    ich kann euch den Griff zum Benzin Vertikutierer empfehlen, dadurch lockert sich der Rasen auf und löst Moos, Unkraut und Klee. So kann der Rasen viel besser atmen. Die beste Temperatur für das Vertikutieren sind 10° bis 20° Celsius. Außerdem erfüllt ein Benzin Vertikutierer durch seine leichte Ausführung die Arbeit in einer erstaunlich kurzen Zeit. Der große Vorteil des Vertikutierers liegt darin, dass die Schnitt-Tiefe eingestellt werden kann, sodass der Rasen nicht beschädigt wird. Ich kann euch diesen Artikel dazu wärmsten empfehlen: http://www.derneuemann.net/besten-benzin-vertikutierer/4691
    Gruß

  2. Ich hatte letzten Sommer besonders viele kahle Stellen durch das Vertikutieren. Viel Moos hatte sich zwischen dem Gras gebildet.
    Ein Nachbar hatte sich einen Roboter-Rasenmäher zugelegt und meinte, dass er seitdem kein Moos mehr in seinem Rasen hat, da der Rasen 2-3x wöchentlich gemäht wird und der Rasenschnitt zugleich als Dünger dient. Nach vielen Überlegungen habe ich mir auch ein Roboter-Rasenmäher zugelegt. Und tatsächlich habe ich gar kein Moos mehr im Rasen. Zudem ist er auch noch viel dichter und grüner geworden :)

    Und Vielen Dank für die tollen Tipps hier auf deiner Seite!

  3. Was man noch erwähnen könnte wäre, dass wenn nach dem Vertikutierrn freie Flächen auftreten, man auf diesen Rasen nachsäen sollte. Kommt gelegentlich beim Vertikutieren mal vor, dass solche freien Stellen entstehen.

  4. Ich wurde letztes Jahr „entjungfert“ beim Vertikutieren. Habe es das erste mal im April 2015 gemacht und war mit dem Ergebnis absolut zufrieden. Allerdings hatte ich zu diesem Zeitpunt noch einen elektronischen Stromvertikutierer, der dieses Jahr durch einen Benziner ausgetauscht wird.
    Tom

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