Der Garten im Winter: Ruhe kehrt ein

Garten im Winter

Ach ja, im Winter ist im Garten ja nichts zu tun. Da lehnt man sich drinnen gemütlich zurück und genießt die wohlige Wärme. In der Tat ist das eine Annehmlichkeit der kalten Jahreszeit. Dennoch sollte man ab und an nicht nur von drinnen nach draußen in den Garten schauen, sondern ihm auch mal einen Besuch abstatten. Denn ganz ohne Arbeit geht es auch im Winter nicht. Viel ist es nicht – zugegeben – aber ein bisschen was geht immer.

To do im Winter

Vor allem dann, wenn es viel Schnee hat, muss der Gartenbesitzer aktiv werden. Dann nämlich sollten Bäume und Sträucher von zu großer Schneelast befreit werden, weil die Äste sonst unter der Last abbrechen könnten. Dazu eignet sich ein Besen, mit dem man vorsichtig an den Ästen und Zweigen schüttelt. Der Schnee kann so herunterfallen und keinen Schaden mehr anrichten. Stabile Bäume, die schon viele Jahre alt sind (vor allem Obstbäume) müssen nicht vom Schnee befreit werden, immergrüne Bäume, wie Tannen oder Fichten dagegen schon.

Garten im Winter
© Denis Babenko | Dreamstime.com (#13156755 – Ski track in winter garden. Polar, forest) Unter einer solchen Schneedecke warten die Pflanzen geduldig auf das Frühjahr, um wieder ihre Blüten zu präsentieren und die Frühlingssonne zu genießen.

Sind frostfreie Tage dabei und regnet es nur selten, dann sollte man nicht vergessen, immergrüne Gewächse leicht zu gießen. Vor allem diejenigen, die im Kübel draußen überwintern. Oft wird das vernachlässigt und man wundert sich, warum die Pflanzen im Frühjahr eingegangen sind. Fälschlicherweise meinen viele, sie wären erfroren. Nein, sie trocknen über den Winter nur aus – und das sollte man vermeiden.

Kübelpflanzen, die nicht draußen überwintern können, sollte man rechtzeitig nach drinnen holen. Gedüngt werden diese Pflanzen im Winter nicht, die Wassergabe wird erheblich reduziert, aber nicht aufgegeben. Diese Pflanzen überwintern normalerweise gerne an einem dunklen und nicht zu warmen Stellplatz. Ideal sind dafür der Keller oder der Hausflur.

Auch wenn sich im Dezember noch Laub ansammelt und es noch nicht geschneit hat, sollte man dies vom Rasen entfernen. Einfach zusammenrechen und auf die Beete als Frostschutz für die Pflanzen aufbringen. Alternativ kann man das Laub auch anhäufeln, es dient dann als Unterschlupf für Tiere wie den Igel oder die Maus.

Und sonst? Langeweile pur?

Mitnichten! Der Winter ist prädestiniert dafür, dass man sich Gedanken macht über die kommende Gartensaison. So kann man den Garten schon mal auf dem Papier umgestalten, man kann sich eine Liste mit den „To-do´s“ machen, man kann aber auch auflisten, welche Pflanzen man in Zukunft in seinen Garten setzen möchte.

Auch zum Basteln ist der Winter gut geeignet. Vielleicht hat man sich vom Herbst ein paar Blumen getrocknet, die man nun zu einem schönen Kranz binden kann. Dem Ideenreichtum sind kaum Grenzen gesetzt.

Ach ja, und wer im Herbst seine Gartengeräte noch nicht auf Vordermann gebracht hat – jetzt ist Zeit dazu. Die Geräte sollten gründlich gereinigt werden. Roststellen werden behandelt und ausgebessert, abgeblätterte Farbe kann überstrichen werden.

Kletterhortensie im Winter
© cane Der Garten im Winter ist keinesfalls öde und langweilig … die Kletterhortensie ist auch während der kalten Jahreszeit ein Hingucker.

Trist und öde muss nicht sein

Auch wenn es draußen nicht schneit, muss der Garten nicht trist sein. Es gibt einige Pflanzen, die auch im Winter für Farbtupfer sorgen. Allen voran die Christrose, aber auch der Winterjasmin, die Zaubernuss und der Schneeball blühen in der kalten Jahreszeit. Gepaart mit stehengelassenen Gräsern und verblühten Pflanzen sind dies interessante Highlights, die den Garten im Winter ausmachen.

Bilder: großes Bild oben: © Girasole75 – Fotolia.com (#110730635, #82315336 – Blitzeis);
kleines Bild: © Denis Babenko | Dreamstime.com (#13156755 – Ski track in winter garden. Polar, forest);
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