Maiglöckchen

Maiglöckchen – der verführerisch duftende Frühlingsbote

Die beliebten und unverwechselbar duftenden Maiglöckchen sind in vielen Gärten anzutreffen und erfreuen uns von Mai bis in den Juni hinein mit ihren schneeweißen Blüten. Die vollkommen anspruchslosen Maiglöckchen (Convallaria majalis) gehören widererwartend zu den Spargelgewächsen und zeigen ihre roten Beeren von Juli bis August.

Maiglöckchen sind giftig!

Die duftenden Maiglöckchen gehören zu den Giftpflanzen. Da sie sehr stark giftig sind, sollten Sie beim Anpflanzen unbedingt darauf achten, dass Sie keinesfalls dort stehen, wo kleine Kinder und auch Haustiere zum Haushalt gehören. Denn alle Pflanzenteile der Maiglöckchen sind giftig – insbesondere die Blüten und roten Beeren. Auch wenn Sie Ihre Maiglöckchen in der Vase bewundern möchten, sollte diese weit weg von Kinderhänden und Haustieren stehen, da auch das Blumenwasser eine Gefahr für unsere Liebsten darstellt!

Ebenfalls vorsichtig sollten Sie sein, wenn Sie neben den Maiglöckchen auch Bärlauch im Garten haben. Bärlauch wird immer wieder mit den Maiglöckchen, aber auch der Herbstzeitlosen, die ebenfalls giftig ist, verwechselt. Insbesondere vor der Blüte des Bärlauchs ist die Verwechslungsgefahr am größten. Aus diesem Grund wäre es ratsam, wenn Sie Ihren Bärlauch frisch vom Wochenmarkt holen – dann können Sie sicher sein, dass Sie keine Maiglöckchen geerntet haben.

Der optimale Standort und die passende Pflege für Maiglöckchen

Ideal wäre es, wenn Sie Ihre Maiglöckchen in einen humusreichen und feuchten Boden pflanzen, der sich zudem auch noch im Halbschatten befindet. Auch wenn diese Pflanze insgesamt recht anspruchslos ist, mit einem Zuviel an Sonne tun Sie ihr keinen Gefallen. Daher findet man sie häufig unter Bäumen oder Büschen, die für einen ausreichenden Halbschatten sorgen. Sobald die Maiglöckchen richtig angewachsen sind, überstehen sie problemlos auch mal trockenere Perioden. Solange es nicht über einen zu langen Zeitraum warm und trocken ist, müssen Sie die Maiglöckchen nicht einmal zwingend gießen.

Auch in Sachen Düngen sind Sie nicht wirklich gefordert. Wenn Sie im Herbst etwas Kompost geben oder Lauberde um die Maiglöckchen herum verteilen, ist das vollkommen ausreichend.

Ihre Maiglöckchen können Sie das ganze Jahr über anpflanzen. Wenn Sie die Pflanzen auch in einem anderen Teil des Gartens bewundern möchten, können Sie sie im MaiglöckchenFrühjahr durch eine Teilung ganz einfach selbst vermehren.

Wenn Sie die Maiglöckchen nicht vereinzelt, sondern in Horsten angepflanzt haben, werden Sie zwischen den Pflanzen kein Problem mit Unkraut haben. Maiglöckchen sind nicht nur außerordentlich wucherfreudig, sondern auch „feindlich“ eingestellt – zwischen den Pflanzen wächst dann nichts anderes mehr. Wenn die Maiglöckchen so dicht beieinander stehen, wirken sie wie Bodendecker. Allerdings kann dieses Wuchern durchaus lästig werden. Maiglöckchen verbreiten sich nicht nur durch Selbstbestäubung, sondern auch durch ihre tief reichenden Rhizome. Aus diesem Grund sollten Sie schon im Vorfeld mit einer Rhizomsperre der Wucherung entgegenwirken.

Falls Sie Ihren Garten nicht den Maiglöckchen überlassen möchten, pflanzen Sie diese lieber in einen schönen Kübel und erfreuen sich so an den wunderschönen Blüten und dem unverwechselbaren Duft. Sollten Sie einen Balkon haben, können Sie diesen ebenfalls mit Maiglöckchen bestücken.

 

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Bilder: großes Bild: © janbussan – Fotolia.com; kleines Bild: © DLeonis | istockphoto.com

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Kommentare

4 Kommentare zu ‘Maiglöckchen – der verführerisch duftende Frühlingsbote

  1. Wir haben in einem Beet, das bisher von Maiglöckchen dominiert war, eine Kletterrose gepflanzt, die leider sehr krank wirkt. Fast alle Blätter wirken angefressen, aber wir haben nie Schnecken oder Insekten an der Pflanze wahrgenommen. Jetzt fragen wir uns, ob die Maiglöckchen der Rose zugesetzt haben könnte?

  2. Pflanzen können sich durchaus gegenseitig positiv und auch negativ beeinflussen.
    Ohne Bild ist es leider nicht möglich, eine konkrete Ferndiagnose zu stellen.
    Da Sie Fraßstellen wahrgenommen haben, wird es sich um einen Schädling handeln, der Ihre Rosen zum Anfressen gerne hat.

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