Gargoyle

Gargoyles – die Wächter des Gartens

Neben Pflanzen und allerlei Dekoartikeln finden sich in vielen Gärten auch immer wieder Gartenfiguren in Form von Drachen. Wer kennt sie nicht, die grimmig blickenden Fabelwesen, die man vor allem unter dem Namen Gargoyle kennt.

Jahrtausendealte Geschichte

Gargoyles, zu Deutsch schlicht und einfach Wasserspeier, kennt man schon seit dem 5. Jahrhundert vor Christus. Damals standen sie allerdings noch nicht in Gärten, sondern prangten an Häusern und prächtigen Bauwerken. Anfangs jedoch nicht zur Verschönerung, sondern ganz profan zum Ableiten von Regenwasser. Im Laufe der Zeit entwickelten sich die Gargoyle Figuren dann weiter, man verzierte damit Kirchen (z.B. die Kirche Notre-Dame de Paris), verschönerte Gärten damit und auch als Monster in Horrorfilmen fanden Gargoyles Verwendung.

Stellten die Gargoyles zu Beginn noch Löwenköpfe dar, so änderte sich das in der Romanik. Zu dieser Zeit wurden allerlei Fabelwesen und dämonische Gestalten an Außenseiten von Kirchen und Klöstern angebracht, um das Gotteshaus vor dem Bösen zu beschützen. GargoyleSo sollte ihr furchteinflößendes Aussehen bösen Geistern einen Spiegel vorhalten und diese vergraulen.

Wer einen Gargoyle im Garten hat, der kann sich also darauf berufen, dass dieser böse Geister und Dämonen abhalten und den Garten schützen soll – vielleicht auch vor unliebsamen Nachbarn oder der Schwiegermutter, wer weiß? Und selbst wenn das nur Aberglaube ist, die kleinen und größeren Gargoyle Figuren machen was her – in jedem Garten. Entweder blinzeln sie dem Besucher direkt aus dem Blumenbeet verstohlen entgegen oder sie thronen irgendwo auf einem Stein oder einem Podest und blicken majestätisch auf die, die da kommen mögen, herab. Selbst wenn sie heute kein Wasser mehr speien – goldig sind sie, das muss man ihnen lassen.

 

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Bilder: großes Bild: © Jake Hellbach – Fotolia.com; kleines Bild: © Rolandst – Fotolia.com

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