Mit dem Frostwächter wird´s kuschelig

Wenn es draußen langsam immer kälter wird, dann wird es auch für so manche Kübelpflanze Zeit, nach drinnen geholt zu werden. Ein mögliches Winterquartier neben dem Wintergarten, Fluren oder den Wohnräumen ist ein Gewächshaus. Allerdings darf man nicht verkennen: Da im Winter die Tage sehr kurz sind und wir nicht immer von Sonnenschein verwöhnt werden, hat auch ein Gewächshaus Probleme, sich aufzuwärmen. Die Folge kann sein, dass bei Nachtfrösten eine Wärmequelle fehlt und es den dort zum Schutz befindlichen Pflanzen zu kalt ist. Wir Menschen haben es einfach: Wir drehen einfach mal schnell die Heizung auf. Die Pflanzen können das nicht. Daher ist es sinnvoll, gerade in einem Kleingewächshaus für eine entsprechende Wärmequelle zu sorgen. Die Lösung: Frostwächter!

Was ist ein Frostwächter?

Ein Frostwächter ist ein Gerät, das die nähere Umgebung mit Wärme versorgt. Vergleichbar mit Radiatoren bzw. Heizlüftern, werden diese Geräte im Gewächshaus angebracht und können so empfindliche Pflanzen vor Frost schützen. Man kann sich diese Geräte schon relativ günstig kaufen, muss allerdings daran denken, dass sie mit Strom betrieben werden, also somit laufende Kosten verursachen und zudem natürlich einen Stromanschluss brauchen.

Mit einem solchen Frostwächter kann man seinen Pflanzen etwas Gutes tun! Die Elektroheizung erzeugt Wärme und sorgt so dafür, dass die Pflanzen auch bei Nachtfrost nicht frieren müssen. Denn Frost kann diese schädigen und im schlimmsten Falle sogar zum Absterben führen – und das wollen wir ja nicht.

Frostwächter selber bauen

Wer keinen Stromanschluss im oder in der Nähe des Gewächshauses hat oder sich die Anschaffungs- und Stromkosten sparen möchte, der kann sich seinen Frostwächter mit einfachen Mitteln auch selber bauen. Alles, was Sie dazu brauchen, ist:

  • Kerzen, idealerweise dicke Stumpen
  • Tonkübel oder Terracottakübel
  • Tonscherbe/kleinere Steine

Mit diesen Materialien können Sie sich einen Frostwächter schnell und effektiv selber bauen. Der Tonkübel wird dabei über die Kerze gestülpt, schon ist eine Heizquelle geschaffen, die für einen kleineren Raum, respektive ein Kleingewächshaus, genügend Wärme produzieren kann, damit die Pflanzen Frostnächte unbeschadet überstehen. Allerdings gibt es einige Punkte, die Sie dabei unbedingt beachten sollten!

  • Der Kübel muss aus Ton oder Terracotta sein. So kann er die Wärme aufnehmen, speichern und nach außen abgeben.
  • Außerdem muss der Kübel vollkommen frei von Rückständen sein. Diese könnten sich sonst entzünden.
  • Die Kerze sollte so dick wie möglich sein. So ist gewährleistet, dass sie lange brennt. Dünne Kerzen sind dafür ungeeignet, da sie zu schnell herunterbrennen. Am besten eignen sich Stumpenkerzen. Grablichter hingegen sind ungünstig, da diese eine Ummantelung haben und nur einen sehr dünnen Docht. Dadurch wird kaum Wärme abgegeben.
  • Sie können auch mehrere Kerzen unter einen Tonkübel stellen – je mehr, umso effektiver ist es.
  • Stellen Sie die Kerzen unbedingt auf einen nicht brennbaren Untergrund.
  • Je kleiner die Kübel, umso geringer die Wärmeabgabe.
  • Damit Wärme nicht ungenutzt verpufft, legen Sie auf das Wasserablaufloch eine Tonscherbe oder einen kleinen Stein.
  • Um die Sauerstoffzufuhr zu gewährleisten, sollten Sie zwischen Kübelrand und Boden einen Stein legen, so ist der Kübel etwas erhöht und Sauerstoff kann nachfließen.
  • Wichtig: Stellen Sie den Frostwächter in einem ausreichenden Abstand zu den Pflanzen auf. Erstens kann so nichts Feuer fangen, zweitens werden dadurch einzelne Pflanzen nicht zu stark erwärmt. Am besten ist es, wenn Sie den Frostwächter in die Mitte stellen und im gleichen Abstand rundherum die Pflanzen postieren.
  • Bei größeren Gewächshäusern können Sie auch mehrere Frostwächter aufstellen.
  • Die Kerzen im Frostwächter sollten tagsüber, wenn die Sonne scheint und das Gewächshaus erwärmt, gelöscht werden. An trüben Tagen und wenn es auch tagsüber Frost gibt, kann die Kerze dauerhaft brennen.

Testen Sie das Ganze einfach mal ein bisschen aus. Nehmen Sie verschiedene Größen an Ton- oder Terracottakübeln und variieren Sie auch bei den Kerzen. Vor allem was die Anzahl betrifft. Unter größeren Töpfen dürfen durchaus zwei oder mehrere Kerzen stehen.

Wenn Sie sich selbstgebauter Frostwächtern bedienen, sollten Sie diese mindestens täglich kontrollieren. Zum einen, ob die Kerze noch brennt, zum anderen, ob diese erneuert werden muss. Und kommentieren Sie gerne hier Ihre Erfahrungen mit den selbst gebauten Frostwächtern. Vielleicht haben Sie aber ja auch noch eine andere Lösung? Wir sind gespannt!

 

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