Nicht alltäglich: Alte Apfelsorten im Garten

In zahlreichen Gärten sind Apfelbäume heimisch. Viele Hobbygärtner wissen dabei aber gar nicht so genau, um welche Apfelsorten es sich handelt. Deshalb schauen Sie am besten gleich mal nach oder lassen Sie die Äpfel von einem Fachmann bestimmen, vielleicht haben Sie ja ganz besonders alte Apfelsorten bei sich stehen.

Alte Apfelsorten? Was will ich denn mit alten Äpfeln? Denken Sie bitte nicht, dass Sie alte Äpfel im Garten haben. Es geht um die Sorte – und wenn die schon älter ist, dann ist sie etwas ganz Besonderes. Warum? Weil die Äpfel oft einen besseren Geschmack haben als neue Sorten und die Bäume zudem sehr robust sind.

Alte Apfelsorten: Kreuzung oder Zufall?

Qualität setzt sich durch – dieser Spruch passt bei alten Apfelsorten wie die Faust aufs Auge. Schließlich muss eine Apfelsorte, die es schon sehr lange gibt, ja eine entsprechende Qualität haben. Von vielen alten Apfelsorten lässt sich heute gar nicht mehr nachvollziehen, wie diese entstanden sind, bei manchen weiß man, dass sie aus bestimmten Kreuzungen hervorgegangen sind, andere wurden nicht bewusst gezüchtet, sondern sind durch Zufall entstanden.

Die Apfelsorten, die man heute im Supermarkt bekommt, haben mit alten Apfelsorten nichts zu tun. Auch wenn diese vielleicht schon 60, 70 oder noch mehr Jahre auf dem Buckel haben, kommen sie an so manche Sorten, die es oftmals seit mehreren hundert Jahren gibt, nicht heran. Beschränken sich die Sorten, die man kaufen kann, auf sechs bis sieben gängige Sorten, ist das bei Apfelbäumen für den Garten anders. Hier ist der Reichtum an Sorten unermesslich.

Sind Sie an ganz besonders alten Sorten interessiert, dann möchten wir Ihnen hier ein paar auflisten:

  • Ananas-Renette entstand durch Zufall und tauchte das erste Mal 1820 im Rheinland auf
  • Der Braune Matapfel wurde bereits um das Jahr 1600 entdeckt
  • Champagner Renette, auch Glasapfel genannt, kommt aus Frankreich und ist fast 350 Jahre alt
  • Der Edelborsdorfer ist einer der ältesten Sorten und stammt aus dem Kloster Pforta von 1175
  • Um 1800 herum wurde in England der Gelbe Edelapfel als Zufallssämling entdeckt
  • Seit dem 15. Jahrhundert gibt es den Roten Eiserapfel, ebenfalls durch Zufall entstanden

Welche Apfelsorte darf es denn sein?

Sofern Sie bereits Apfelbäume im Garten haben und Sie nicht wissen, um welche es sich handelt, lassen Sie diese bestimmen. Entweder gehen Sie selbst online auf Recherche oder Sie lassen einen Fachmann (Baumschule, Gärtner, BUND, etc.) einen Blick darauf werfen.

Wenn Sie allerdings erst noch vor der Entscheidung stehen, welche Apfelsorte es denn sein soll, empfiehlt es sich, diese nach mehreren Richtlinien auszusuchen. Zum einen danach, was Sie mit den Äpfeln machen möchten (Wein, Saft, Mus, Kompott …) zum anderen aber auch, wann Sie sie ernten wollen. Manche Äpfel sind im Sommer reif. Wenn genau in diese Zeit Ihr Jahresurlaub fällt und Sie nicht da sind, ist das suboptimal.

Weitere wichtige Punkte sind die Möglichkeiten der Lagerung und der von Ihnen gewünschte Geschmack. Also bitte nicht nur einfach auf das Alter oder die Optik der Äpfel achten – gerade dann, wenn Sie alte Apfelsorten bevorzugen. Wäre doch sonst schade drum.

 

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