Baumscheibe anlegen

Auf dem Weg zum gesunden Obstbaum: Baumscheibe anlegen

Obst im eigenen Garten ist eine herrliche Sache. Das eigene Obst ernten – da kommt lange nichts ran! Wenn Sie planen, einen jungen Obstbaum zu pflanzen oder es bereits getan haben, dann machen Sie sich bitte auch Gedanken über eine Baumscheibe. Dabei handelt es sich um einen Bereich zu Füßen des Baumes, der den Wurzelbereich frei von Bewuchs hält. So kann sich der Obstbaum um ein Vielfaches besser entwickeln. Eine Baumscheibe anlegen ist einfach und schnell passiert. Wir geben Ihnen eine Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Baumscheibe anlegen: Unkraut ade

Um eine Baumscheibe anzulegen brauchen Sie

  • Begrenzungssteine (hier genügen alte Pflastersteine)
  • Schaufel
  • Gummihammer
  • Sand
  • Hornspäne
  • Rindenmulch

Haben Sie alles zusammen, dann geht es auch schon los. Wie groß die Baumscheibe wird, bleibt Ihnen überlassen, in der Regel ist aber ein Durchmesser von einem Meter vollkommen ausreichend.

  1. Größe abstecken
    Bevor Sie dem Gras an die Narbe gehen, stecken Sie die Größe der Baumscheibe ab. Das können Sie mit einem Holzstab und einem Faden tun, oder Pi mal Daumen nach Augenmaß die Steine einfach um den Baum herumlegen.
  2. Grasnarbe entfernen
    Jetzt wird es etwas anstrengend, denn nun muss das Gras entfernt werden. Dazu stechen Sie am Rand, also dort, wo die Steine platziert werden sollen, mit der Schaufel so tief in die Erde, dass die Grasnarbe durchtrennt wird. Entfernen Sie nun den Rest vom Rasen bis hin zum Baumstamm, aber achten Sie darauf, keine Baumwurzeln zu beschädigen. Zwar wachsen die starken Wurzeln nach unten, aber auch seitlich können sich Wurzeln entwickeln.
  3. Steine verlegen
    Nun werden die Steine verlegt. Dazu wird der Bereich, der mit Steinen versehen werden soll, idealerweise mit einer Sandschicht versehen. Diese sollte rund 3 bis 5 Zentimeter betragen. Verlegen Sie nun die Steine entlang der Grasnarbe und klopfen Sie diese mit einem Gummihammer bis auf Rasenniveau. Achtung: Die Steine sollten nicht höher stehen, um beim Rasenmähen den Mäher nicht zu beschädigen.
  4. Erde lockern, Unkräuter entfernen
    Lockern Sie jetzt die freiliegende Erde noch einmal auf und entfernen Sie Unkräuter, deren Wurzeln meist unter der Grasnarbe verlaufen. Dazu gehören beispielsweise Giersch, Quecke und Ackerwinde.
  5. Hornspäne ausbringen, Baumscheibe mulchen
    Vielleicht fragen Sie sich, warum man den Rindenmulch nicht gleich auf den Boden auftragen kann. Nun, da bei der Zersetzung von Rindenmulch Stickstoff benötigt wird, der dem Boden dann fehlt, sind Hornspäne (bis zu 100 g pro m²) ein idealer Ausgleich. Diese werden bevor der Rindenmulch ausgebracht wird, vorsichtig in die Erde eingearbeitet. Nun noch den Rindenmulch bis zur Höhe der Steine auffüllen (ca. 10 Zentimeter).
  6. Steine festigen
    Zum Schluss können Sie noch Sand zwischen die Steine geben, damit diese nicht wackeln und entsprechend stabil sind.

Baumscheibe anlegen: Pflegetipps

Sie haben nun in wenigen Schritten gelernt, wie man eine Baumscheibe anlegt. In Zukunft müssen Sie aber auch die Baumscheibe pflegen. Nur so kann der Obstbaum optimal gedeihen.

  • Denken Sie immer dran, dass auch durch den Rindenmulch hartnäckige Unkräuter wachsen können. Diese sollten sie in regelmäßigen Abständen entfernen.
  • Auch das Freihalten der Baumscheibe von Gras ist wichtig. Sie sollten daher immer darauf achten, dass das Gras nicht über die Steine in die Baumscheibe hineinwächst.
  • Rindenmulch speichert Wasser mehr, als Erde dies tun kann. Daher muss bei längerer Trockenheit der Baum weniger gegossen werden, als andere Pflanzen.
  • Da Rindenmulch durch Kleinstlebewesen im Boden mit der Zeit zersetzt wird, sollte man ihn von Zeit zu Zeit auffüllen.
  • Beim Rasenmähen aufpassen, dass Sie nicht über die Steine der Baumscheibe fahren, das könnte die Umrandung beschädigen, aber auch den Mäher. Am besten mit einem Kantenschneider arbeiten. Sofern Sie mit einem Aufsitzmäher arbeiten, sollten die Steine tiefer als die Grasnarbe eingearbeitet werden.

 

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Bilder: © Sonja Birkelbach – Fotolia.com

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