Gartentipps im Oktober

Kürbisse vorzeitig ernten

Kürbisse, ob nun Zier- oder Esskürbisse, können Sie länger lagern, wenn die Schale besser ausreifen kann. Ideal sind dafür trockene und zudem warme Tage im Herbst. Dann kann der Kürbis seine harte Schale ausbilden. Doch nicht immer ist das Wetter ideal für die Kürbisse. Oftmals ist der Herbst kühl und verregnet – die kühlen Nächte sorgen für morgendlichen Tau, der nur schlecht abtrocknet. Gartentipps im Oktober für KürbisseDamit die Früchte nicht dem Wetter zum Opfer fallen, sollten Sie die Kürbisse lieber schon ernten. An einer geschützten Stelle können Sie die Früchte dann nachreifen lassen. Als Lagerplatz für die Nachreife bietet sich eine Hauswand an, die tagsüber ausreichend Sonne bekommt. Die gespeicherte Wärme wird nachts abgestrahlt. Zudem bietet ein Platz an der Hauswand in der Regel Schutz gegen Wind und Wetter. Alternativ können Sie die Kürbisse auch in einer Schubkarre lagern. So können Sie die Früchte abends oder an Regentagen bequem unter das Carport stellen oder in die Garage bringen. Denn abhängig von der Sorte kann ein Kürbis schon einiges an Gewicht auf die Waage bringen. Da Kürbisse einige Zeit problemlos gelagert werden können, sollten die Temperaturen im Lagerraum zwischen zehn und 15 Grad Celsius liegen. Damit die Früchte nicht anfangen zu faulen, muss das Winterlager trocken sein.

Endivien und Chinakohl im Garten

In dieser, oftmals regenreichen und kühlen, Jahreszeit kann es häufiger vorkommen, dass Endivien und Chinakohl anfangen zu faulen. Verschiedene Gründe können dafür verantwortlich sein: Das Beet befindet sich in einer dunklen und zudem windstillen Ecke im Garten, die Pflanzen sind zu dicht gesetzt oder die Feuchtigkeit kann nicht richtig entweichen, wenn Sie die Pflanzen mit einem Vlies oder einer Folie vor den ersten Frösten schützen. Bevor der Schaden zu groß wird, ernten Sie den Chinakohl und die Endivien und verarbeiten diese.

Wurzelnackte Gehölze beim Pflanzen gut wässern

Wenn Sie in diesem Monat wurzelnackte Gehölze sowie Rosen pflanzen, sollten Sie diese nach dem Auffüllen mit der Erde gut wässern. Denn an warmen Herbsttagen, wie es sie auch mal im goldenen Oktober gibt, bilden die Gehölze neue Saugwurzeln aus. Das ordentliche Wässern ist notwendig, damit die Wurzeln überall mit Erde umgeben sind. Wird nur mäßig geschwemmt, können Holräume um die empfindlichen Wurzeln entstehen. An diesen Stellen würden sonst die Wurzeln vertrocknen und absterben.

Es wird frisch – Gladiolen und Dahlien überwintern

Damit Sie auch im kommenden Jahr wieder die Blütenpracht der Gladiolen und Dahlien genießen können, werden die Knollen Ende des Monats aus der Erde geholt und überwintern im Haus. Der letzte Termin für die Gartentipps im Oktober für DahlienDahlien ist dann gekommen, wenn sich die Blätter durch den ersten Nachfrost schwarz verfärbt haben. Ist das der Fall, müssen die Knollen dringend aus der Erde und ins Winterquartier umziehen.

Rosenkohl köpfen?

Wenn Sie schon einmal Rosenkohl angebaut haben, wird Ihnen aufgefallen sein, dass die Röschen im oberen Drittel des Pflanzenstamms nicht so groß gewachsen sind, wie die restlichen Röschen. Daher wird gerne die Empfehlung ausgesprochen, die Pflanze eben um dieses Drittel zu köpfen. So hat der Rosenkohl ausreichend Kraft zur Verfügung, damit sich restlichen Röschen optimal entwickeln können. Diese Maßnahme macht nur Sinn, wenn der Rosenkohl nicht auf dem Beet überwintert. Verbleibt der Rosenkohl während der kalten Jahreszeit auf dem Beet, sollte er nicht geköpft werden. Bleibt die Pflanze ungeköpft, ist sie frosthärter.

Kraut- und Braunfäule an Tomaten

Die restlichen Tomaten, die noch an den Tomatenpflanzen hängen, lassen sich problemlos nachreifen. Sie sollten allerdings davon Abstand nehmen, sofern die Tomaten an der Kraut- und Braunfäule erkrankt sind. Nur gesunde Früchte eignen sich zum Nachreifen. Ist die Tomate von dieser Krankheit befallen, faulen die Früchte, die Sie zum Nachreifen lagern, weg. Falls Sie Ihre Tomatenpflanzen selber ziehen, können Sie die Samen der erkrankten Pflanze durchaus verwenden – diese Pilzkrankheit wird nicht mittels der Tomatensamen übertragen.

Blumenzwiebeln in die Beete pflanzen

Damit es bereits im Frühjahr in Ihrem Garten herrlich blüht, sollten Sie jetzt die Blumenzwiebeln pflanzen. So können beispielsweise Schneeglöckchen, Tulpen, Narzissen oder Hyazinthen in der Frühjahrssonne leuchten. Vor dem Stecken der Blumenzwiebeln müssen Sie die Erde der bereits abgeräumten Beete ordentlich lockern. In Wühlmaus geplagten Gärten sollten Sie einen Wühlmaus-Schutz einbringen, den Sie problemlos selbst basteln können.

Leimringe an den Bäumen kontrollieren

Die im Frühjahr schlüpfenden Raupen des Kleinen Frostspanners befallen verschiedene Laubbäume, darunter auch Obstbäume. Zum Schutz bringen viele Hobbygärtner gerne Leimringe an, da die Raupen die Bäume sehr schädigen können. Damit es erst gar nicht dazu kommt, sollten Sie regelmäßig die Leimringe kontrollieren. Da auch mal Blätter oder andere Fremdkörperchen an den Ringen kleben bleiben können, sollten Sie diese kontinuierlich entfernen. Die Weibchen der Frostspanner sind zwar flugunfähig, können aber klettern. Und eben diese klebenden Fremdkörper nutzen die Frostspanner-Weibchen, um den Leimring zu überwinden. So können die Weibchen bequem in die Baumkrone gelangen, in der sie dann ihre Eier ablegen.

Rhabarber teilen und an eine andere Stelle verpflanzen

Der Oktober ist der ideale Zeitpunkt, um Stauden zu teilen. Ebenso auch alle paar Jahre für den Rhabarber. Abgesehen davon, dass Sie die Rhabarberstaude damit vermehren, sorgen Sie auch für einen üppigeren Wuchs der Pflanze. Ideal ist es, wenn die neuen Stauden in ein mit Kompost Gartentipps im Oktober für Rhabarber teilenoder verrottetem Mist vorbereitetes Beet eingepflanzt werden. Damit Sie die Staude nicht frühzeitig teilen, was dem Rhabarber schaden kann, warten Sie ab, bis die ersten Blätter dieses Gemüses braun werden.

Beim Teilen mit dem Spaten können einzelne Wurzelstücke anfallen. Sofern diese schon Blattknospen besitzen, können Sie daraus auch gleich neue Pflanzen ziehen. Dazu pflanzen Sie diese kleinen Rhabarber-Wurzelstücke einfach in einen Topf. Diesen stellen Sie dann am besten in ein Gewächshaus, damit der eingetopfte Rhabarber dort vortreiben kann. Nach der Ernte können Sie die vorgetriebene Rhabarberstaude in das Beet setzen.

Wurzelunkräuter beim Teilen entfernen

Wenn die Stauden im Herbst geteilt werden, bietet sich die Gelegenheit an, das Wurzelwerk direkt von den Wurzelunkräutern zu befreien. Unliebsame Kandidaten wie beispielsweise Quecken oder Giersch wachsen gerne in das Wurzelwerk der umliegenden Stauden hinein. Von dort aus können sich die Wurzelunkräuter wunderbar weiter vermehren. Denn so ohne Weiteres kommt man ja nicht in den Wurzelbereich hinein. Da kommt das anliegende Teilen gerade recht. Auch wenn das Herauspulen von Giersch und Co. ein wenig zeitaufwendig ist, sollten Sie diese dennoch investieren. Es reicht beim Giersch vollkommen aus, wenn noch ein paar kleine Stücke seiner Wurzeln verbleiben. Im Nu macht er sich wieder breit. Wenn Sie die Staude geteilt und aus der Erde genommen haben und sehen noch ein paar Wurzeln dieser Unkräuter aus dem Loch schauen: Spaten ansetzen und auch die restlichen Wurzeln aus der Erde holen. Die kommen sonst wieder – versprochen!

Wohin mit dem Herbstlaub?

Das leuchtende Herbstlaub ist schön anzuschauen. Manch Hobbygärtner empfindet das fallende Laub allerdings als zusätzliche Arbeitslast. Schließlich gibt es im Herbst einiges im Garten zu tun. Stauden teilen, Blumenzwiebeln stecken, Gemüse sowie Obst ernten und und und. Und Hobbygärtner, die einen großen Garten mit reichem Laubbaumbestand haben, stöhnen oftmals auf. Denn jedes Jahr stellt sich die Frage: Wohin mit dem ganzen Laub? Finden Sie nicht auch, Gartentipps im Oktober für Herbstlaubdass es viel zu schade ist, das Laub zu entsorgen? Denn mit dem Laub gehen auch viele Nährstoffe direkt mit auf den Müll.

Aus dem Grund sollten Sie das anfallende Herbstlaub nutzen. Dazu bieten sich verschiedene Möglichkeiten an. Das Laub können Sie mit auf Ihren Kompost geben. Leicht kompostierbar ist das Laub von beispielsweise Obstbäumen, Haselnuss, Erle, Birke, Buche und anderen Laubbäumen. Schwerer zu kompostieren sind hingegen die Blätter von beispielsweise Eiche, Pappel oder Kastanie. Wenn Sie Ihr Laub kompostieren, können Sie es auch vorher mit einem Rasenmäher zerkleinern – das gilt insbesondere für das schwerer zu kompostierende Laub. Somit beschleunigen Sie die Laubkompostierung. Zusätzlich geben Sie dem Laub noch stickstoffreiche Materialien, wie beispielsweise Hornmehl oder Rasenschnitt, bei. Damit erreichen Sie eine gute Kompostierung. Bei dem schwer kompostierbaren Laub bietet es sich an, dieses sogar separat zu kompostieren.

Viel Arbeit sparen Sie sich, wenn Sie das Laub einfach in den Beeten liegen lassen. So haben Sie direkt einen Winterschutz und Mulch. Natürlich können Sie das Laub auch gezielt dort verteilen, wo es gerade benötigt wird. Frostempfindliche Pflanzen sind immer dankbar, wenn sie es wohlig im Winter haben. Das zum Mulchen verwendete Laub kann ebenfalls mit dem Rasenmäher oder einem Häcksler zerkleinert werden. An einigen Stellen im Garten können Sie das Laub auch zu Haufen aufschichten. Dort werden sich verschiedene Tierarten ansiedeln, die dort die kalte Jahreszeit verbringen.

Knoblauch pflanzen

Knoblauch ist lecker und gesund. Ein Grund mehr, die Knollen selbst im eigenen Garten anzubauen. Bis etwa zur Monatsmitte kann der Knoblauch noch gesteckt werden. Sollten Sie den Zeitpunkt verpassen – das Wetter spielt um diese Jahreszeit leider nicht immer mit – ist das auch kein Drama. Dann warten Sie einfach bis zum Frühjahr ab. Ab März können Sie dann den Knoblauch stecken. Allerdings werden die Knoblauchknollen nicht ganz so groß, wie bei der Herbstpflanzung.

Den Gartenteich vor Laub schützen

Wenn das Laub von den Bäumen fällt, kommt Arbeit auf Gartenteichbesitzer zu. Der Teich muss vom Laub gesäubert werden. Denn auch im Wasser verrotten die Blätter und geben ihre Nährstoffe ab. Für den Boden ist das toll, nicht aber für den mühsam gepflegten Gartenteich. Ein Zuviel an Nährstoffen hat zur Folge, dass das Wachstum der Algen gefördert wird. Zudem bleiben die Blätter nicht an der Wasseroberfläche, sondern sinken zu Boden, da sie sich mit dem Wasser aus dem Gartenteich voll saugen. Die Folge: Faulschlamm und Faulgase.

Damit Sie die schönen Herbsttage genießen können – vielleicht trinken Sie am Teich ganz gemütlich einen Kaffee im Sonnenschein – sollten Sie ein Schutznetz über Ihren Gartenteich spannen. Je engmaschiger das Schutznetz gewählt wird, desto weniger Blätter und andere Pflanzenteile fallen hindurch. Achten Sie darauf, dass Sie das Laubschutznetz straff spannen. Zusätzlich wird das Schutznetz so gespannt, dass es auf einer Seite höher steht, als auf der anderen. So verhindern Sie, dass das Netz durch das Gewicht des Laubes die Wasseroberfläche berührt.

 

Weitere Artikel rund um Garten, Terrasse und Balkon

 

Bilder:
© Cora Müller – Fotolia.com
© Siegi – Fotolia.com
© jlmcloughlin – Fotolia.com
© Carola Schubbel – Fotolia.com

Discussion

Comments disabled.