Spinnenblume

Spinnenblume – elegante und filigrane Schönheit

Steht Ihnen der Sinn danach, den Garten ein wenig aufzupeppen? Dann ist die nicht gerade gewöhnlich anmutende Spinnenblume vielleicht genau die Pflanze, nach der Sie gesucht haben. Im Sommer trumpft die einjährig kultivierte Pflanze mit ihrer eleganten Schönheit – von Juli bis Oktober präsentiert die Spinnenblume ihre ständig länger werdenden Blütenköpfe in unterschiedlichen Farben. Abhängig von der Sorte zeigt sich Cleome spinosa, so die botanische Bezeichnung, mit weißen, rosa, karminroten oder violetten Blüten.

Die unter anderem aus dem tropischen Südamerika stammende Spinnenblume ist die ideale Besetzung für den Wechselflor oder die Staudenrabatte. Mit ihrer Wuchshöhe von etwa 60 bis 150 Zentimeter macht die Pflanze eine gute Figur neben niedrigeren Pflanzpartnern, wie beispielsweise Zinnien, Hakenlilien oder auch Sommerastern.

Spinnenblume – giftig oder ungiftig?

Die Spinnenblume soll zu den giftigen Pflanzen gehören. Sofern sich kleine Kinder oder Tiere in Ihrem Haushalt tummeln, ist es eine Überlegung wert, auf diese einjährig kultivierte Pflanze zu verzichten. Es gibt zahlreiche einjährige Blumen, die als Alternative in Frage kommen.

Der optimale Standort für die Spinnenblume im Garten

Die Spinnenblume bevorzugt ein vollsonniges und warmes Plätzchen in Ihrem Garten. Denn Kälte behagt Cleome spinosa so gar nicht. Diese kann sogar dazu führen, dass frische Sommertage das Wachstum der Pflanze beeinträchtigen. Aus dem Grund warten Sie auch unbedingt die letzten eisigen Tage im Mai ab, bis Sie die Spinnenblume in die Rabatte setzen.

Ist es Ihnen nicht möglich, die Spinnenblume ausreichend mit Sonnenlicht zu verwöhnen, können Sie auch ein Fleckchen im lichten und warmen Halbschatten auswählen. Die Pflanze blüht dann nicht ganz so üppig, wie es in der vollen Sonne der Fall wäre.

Hätte die Spinnenblume ein Wörtchen mitzureden, würde sie sich für einen frischen und nährstoffreichen Boden entscheiden, der eher trocken als nass sowie sandig-lehmig ist.

Die ideale Pflege für die Spinnenblume

Die pflegeleichte Spinnenblume möchte nicht verdursten, aber auch nicht ersaufen. Gießen Sie ausreichend, aber nicht übermäßig. Denn nasse Füße behagen dieser eleganten Erscheinung überhaupt nicht.

Ab und an können Sie Cleome spinosa mit einer Nahrungsergänzung versorgen. Zum Düngen eignet sich beispielsweise ein flüssiger Dünger. Vielleicht haben Sie verschiedene Topfpflanzen, bei denen gelegentlich der SpinnenblumeFlüssigdünger zum Einsatz kommt – bei der Gelegenheit können Sie auch kurz bei den Spinnenblumen im Beet vorbeischauen.

Wenn Sie gerade durch den Garten schlendern und die ersten Blütenstände verdorrt sind, können Sie ein wenig Hand anlegen und die Spinnenblumen ausputzen – also die verwelkten und trockenen Blüten entweder mit der Schere oder den Nägeln ausknipsen. Sofern Sie eigenen Samen ernten möchten, lassen Sie einfach einige exotisch anmutenden Pflanzen stehen, sodass sich Samen ausbilden können. Lagern Sie das sorgfältig getrocknete Saatgut dunkel und trocken. Für die Lagerung bietet sich beispielsweise ein Briefumschlag an, den Sie mit dem Blumennamen, evtl. der botanischen Bezeichnung sowie dem Erntedatum versehen. Hilfreich ist beispielsweise auch das Notieren der Aussaatzeit sowie der Saattiefe. Sie können natürlich auch ein Gartentagebuch führen, in dem Sie solche Informationen eintragen.

Da die Spinnenblume eine echt stattliche Wuchshöhe erreichen kann, bietet es sich an, rechtzeitig stützende Stäbe in die Erde zu bringen – die hohen Sorten könnten sonst an windigen Tagen knicken, da die Pflanze brüchig ist. Im Handel werden verschiedene Stäbe angeboten, an denen Sie die Spinnenblumen aufbinden können.

Die Spinnenblume vermehren und pflanzen

Die Spinnenblume lässt sich recht leicht durch die Aussaat vermehren. Und das bereits ab März auf dem eigenen Fensterbrett. Ideal ist ein Minigewächshaus für dieses Vorhaben, da die Samen eine Temperatur von circa 20 Grad Celsius zum Keimen benötigen. Die Samen werden nicht bedeckt, da es sich bei Cleome spinosa um einen Lichtkeimer handelt.

Sobald die Jungpflanzen groß genug sind, werden diese vereinzelt und in größere Töpfe umgesetzt. Nach den letzten eisigen Tagen im Mai, also die Eisheiligen, kommen die Spinnenblumen dann ins Freiland. Wenn Sie den angedachten Flecken vorher mit Kompost anreichern, sind die Halbwüchsigen bestens versorgt, sodass Sie schon bald die ersten Blüten bewundern können.

 

Weitere Artikel rund um Garten, Terrasse und Balkon

 

Bilder: großes Bild: © M. Schuppich – Fotolia.com; kleine Bilder: © E. Schittenhelm – Fotolia.com

Discussion

Comments disabled.