Moos-Steinbrech im Garten

Moos-Steinbrech: Blütenteppich in dunklen Ecken

Sicherlich gibt es auch bei Ihnen im Garten dunklere Bereiche, in denen augenscheinlich kaum etwas wachsen will. Die meisten Pflanzen brauchen Sonne, richtig? Nun, sicherlich freuen sich viele Blumen über Sonne und gedeihen dort am besten, trotzdem gibt es auch zahleiche Pflanzen, die den Schatten mögen. Wie etwa der Moos-Steinbrech.

Bei dieser Staude handelt es sich um einen Hybriden aus der Familie der Steinbrech-Gewächse. Botanisch wird er auch Saxifraga bryoides oder Saxifraga x arendsii genannt. Die natürlichen Vorkommen sind die Gebirgsregieonen der Alpen und Pyrenäen. Doch auch in unseren heimischen Gärten fühlt sich der moosartige Steinbrech wohl. Und hier vor allem im Schatten. Also, machen wir doch mal was aus unseren dunklen Ecken.

Moos-Steinbrech: hier fühlt er sich besonders wohl

Wie schon erwähnt, mag Moos-Steinbrech wenig bis gar keine Sonne. Im Schatten hat er es am liebsten, Halbschatten ist auch noch in Ordnung. Der Bodendecker, der sich an einem Standort, an dem er Platz hat, schön ausbreiten kann, ist daher vor allem unter Gehölzen, wie auch an schattigen Stellen im Steingarten ideal platziert.

An den Boden stellt der Moos-Steinbrech relativ wenige Ansprüche. Wichtig ist, dass Wasser gut abfließen kann. Ansonsten mag er gerne humose Böden, in denen sich gerne auch ein hoher Lehm- oder Sandanteil befinden darf. In Mauerspalten, beispielsweise an einer Trockenmauer, fühlt er sich sehr wohl und breitet sich mit seinem dichten Polster aus, um besondere Akzente zu setzen.

Apropos Akzente: Der Moos-Steinbrech bietet diese mit seiner üppigen Blüte. Die Blütezeit liegt zwischen März und Juni, die Blütenfarbe variiert zwischen Weiß, Gelb, Rot und Violett.

Moos-Steinbrech im alpinen Garten

© Enrico Morando | Dreamstime.com (#90692177 – Alpine flower Saxifraga Bryoides mossy saxifrage, Aosta valley, Italy.) Nicht nur in den alpinen Regionen ist der Moossteinbrech eine Augenweide, sondern auch in einem angelegten Steingarten.

Die Pflege von Moos-Steinbrech

Der moosartige Steinbrech ist recht pflegeleicht, dennoch gilt es ein bisschen was zu beachten. Zum Beispiel beim Gießen. Wie schon erwähnt, darf keine Staunässe entstehen, da sich sonst Wurzelfäule bilden kann. Sorgen Sie also dafür, dass das Wasser immer gut abfließen kann. Erde notfalls auflockern und mit Sand mischen, alternativ eine Drainageschicht einbauen. Aber auch zu große Trockenheit nimmt der Moos-Steinbrech einem übel. Kurze Trockenperioden sind kein Problem, am regelmäßigen Gießen kommen Sie aber nicht vorbei. Da Moos-Steinbrech Kalk mag, dürfen Sie zum Gießen gerne Leitungswasser verwenden.

Düngen ist in der Regel kaum notwendig, treten Mangelerscheinungen auf, die sich in einem kümmerlichen Wuchs oder blassen Farben äußern, sollten Sie in regelmäßigen Abständen mit verdünnter Brennnesseljauche gießen. Ansonsten schadet es nicht, wenn Sie im zeitigen Frühjahr der Pflanze etwas Kompost und Hornspäne geben.

Ein Schnitt des Bodendeckers ist nicht notwendig. Sofern Sie jedoch eine Selbstaussaat verhindern möchten, entfernen Sie die verwelkten Blütenstängel, damit sich keine Samen bilden können. Das hat zudem den Vorteil, dass sich die Pflanze vergrößern kann. Falls sich Moos-Steinbrech, beispielsweise auf einer Mauer oder im Steingarten, zu sehr vergrößert, können Sie ihn einfach mit einer Gartenschere stutzen.

Moos-Steinbrech umpflanzen und überwintern

Wird Moos-Steinbrech zu alt, dann kann es passieren, dass er anfängt zu verkahlen. Das sieht nicht besonders schön aus, kann aber relativ schnell behoben werden. Dazu graben Sie die Pflanze idealerweise im Herbst aus und schneiden mit einem scharfen Messer die kahlen Stellen einfach heraus. Die so verjüngte Pflanze kann dann wieder eingepflanzt werden, gerne auch an dieselbe Stelle wie vorher.

Beim Überwintern müssen Sie eigentlich nichts beachten, denn Moos-Steinbrech ist winterhart. Lediglich Jungpflanzen sollten im ersten Winter durch Laub oder Reisig vor zu großer Kälte geschützt werden. Übrigens braucht Moos-Steinbrech auch im Winter Feuchtigkeit. Sofern es also nicht regnet oder schneit, sollten Sie an frostfreien Tagen ab und zu gießen.

Die Vermehrung von Moos-Steinbrech

Die einfachste Art, Moos-Steinbrech zu vermehren, ist die Teilung. Im Frühjahr oder im Herbst wird die Pflanze ausgegraben und der Wurzelballen geteilt. Je nach Größe können daraus auch mehrere Jungpflanzen entstehen. Danach wieder einpflanzen und zu Beginn regelmäßig gießen, um das Wurzelwachstum zu fördern.

Moos-Steinbrech säet sich selbst aus, aber auch hier können Sie nachhelfen. Sammeln Sie das Saatgut im Sommer einfach ein und bewahren es bis zum Winter trocken auf. In Saatschalen mit Anzuchterde werden dann die Samen ausgestreut und leicht angedrückt. Die ersten Keimlinge erscheinen schon nach wenigen Tagen, sofern die Temperatur konstant 20 Grad aufweist und die Erde schön feucht gehalten wird. Ideal ist für das Anwachsen ein kleines Gewächshaus. Nach dem Pikieren kommen die Jungpflanzen in Einzeltöpfe und können dann nach den Eisheiligen im Mai ausgepflanzt werden.

Moos-Steinbrech im Garten

© Andreaobzerova | Dreamstime.com (#218528423 – Saxifraga arendsii. Blooming saxifraga in rock garden. Rockery with small pretty pink flowers, nature background.) Den Moossteinbrech können Sie selbst vermehren oder auch auf die Selbstaussaat bauen.

Eine dritte Möglichkeit, Moos-Steinbrech zu vermehren, ist über Tochterrosetten. Die Pflanze bildet stetig Ausfläufer, die Sie im Frühsommer mit einem scharfen Messer entfernen können. Stecken Sie diese Tochterrosetten in Anzuchterde oder Sand und stülpen Sie nach dem Gießen eine Plastiktüte darüber (vergessen Sie nicht, kleine Löcher hineinzupieksen). Sobald sich ein neuer Austrieb zeigt, können Sie die Plastikfolie entfernen. Im Herbst ist es dann Zeit, die Jungpflanze in den Garten zu setzen.

Krankheiten und Schädlinge am Moos-Steinbrech

Krankheiten treten beim moosartigen Steinbrech kaum auf. Ganz selten könnte er es mit Mehltau zu tun bekommen, den Sie mit einer Milch-Wassermischung im Verhältnis 1:8 bekämpfen können. Wenn Sie zu viel gießen oder Staunässe entsteht, kann es zu Rosettenfäule kommen.

Auch gegen Schädlinge ist der Moos-Steinbrech relativ resistent. Hin und wieder könnten Schnecken die Pflanze heimsuchen, dann arbeiten Sie am besten mit einem Schneckenzaun. Sofern Sie Blattläuse entdecken, können Sie diese mit einem Gemisch aus Wasser und Schmierseife bekämpfen. Aber auch diese sind äußerst selten zu beobachten.

Bilder: großes Bild ganz oben: © Karoline Thalhofer | Dreamstime.com (#223181377 – Very beauty small pink Saxifraga bryoides);
großes Bild: © Enrico Morando | Dreamstime.com (#90692177 – Alpine flower Saxifraga Bryoides mossy saxifrage, Aosta valley, Italy.);
großes Bild: © Andreaobzerova | Dreamstime.com (#218528423 – Saxifraga arendsii. Blooming saxifraga in rock garden. Rockery with small pretty pink flowers, nature background.)

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